Fehlalarme wegen übler Gerüche kommen regelmäßig vor und sind in aller Regel ein Irrtum und nicht böswillig. Das ist in diesem Fall allerdings nicht so eindeutig, denn die Darstellung der Lage muss wohl drastisch ausgefallen sein. Immerhin wurden die Einsatzkräfte gegen 19 Uhr mit dem Stichwort „Gas2 – Gasaustritt im Gebäude“ zu einem Mehrfamilienhaus in Brügge alarmiert. Ausserdem sollten Wohnungen betroffen sein, in denen sich noch die Bewohner befänden.

Die Feuer- und Rettungsleitstelle entsandte neben den Kräften der Hauptamtlichen Wache auch gleich den Löschzug Brügge sowie den Einsatzleitwagen des Löschzugs Stadtmitte. Als die rund 30 Wehrleute die Adresse an der Volmestraße erreichten, war kein Gas-Austritt feststellbar. Stattdessen wurde man mit erstaunten Gesichtern konfrontiert. Die Bewohner gaben an, keinen Alarm ausgelöst zu haben und auch keinen Anlass dafür gehabt zu haben. Der Notruf hat die Leitstelle nicht telefonisch, sondern über die Notruf-App „Nora“ übermittelt.

Nun bleibt zu klären, wer den Notruf abgesetzt hat. Zur Sicherheit wurde das Haus nochmal auf eine überhöhte Gas-Konzentration gemessen, allerdings ohne Befund. Nach einer halben Stunde sind fast alle Kräfte abgerückt, lediglich eine Kontrollmessung durch einen Techniker des Energieversorgers Enervie wurde noch für ein entgültiges Einsatzende abgewartet. Dass nur ein Fehler bei der Adressübermittlung vorliegt, und woanders jemand sehnsüchtig auf das Eintreffen der Feuerwehr wartet, wurde vom Einsatzleiter allerdings ausgeschlossen: „Der hätte sich mit Sicherheit nochmal bei uns gemeldet“.









