Bürgermeister Uwe Schmalenbach und Kämmerin Sabine Plate-Ernst stellten den Politikern und interessierten Bürgern noch einmal die wesentlichen Zahlen des Doppelhaushalts für die Jahre 2024 und 2025 vor. Da der Haushalt nicht ausgeglichen ist, muss ein Haushaltssicherungskonzpt erstellt werden.
Große Einsparmöglichkeiten fanden allerdings auch die FDP- und UWG-Mitglieder nicht. Es sei bereits in den letzten Jahren in Herscheid schon immer sehr sparsam gewirtschaftet worden, stellten die Fraktionsvorsitzenden Alexander Zuchowski (FDP) und Sebastian Jülich (UWG) fest. Daher sei es sehr frustrierend, dass kurz nach dem Ende des letzten Haushaltssicherungskonzeptes und leichten Überschüssen im Jahresergebnis nun wieder der Weg in die Haushaltssicherung alternativlos sei. Zumal man diesen nicht selbst zu vertreten habe, sondern die Entwicklungen von außen gesteuert werde.
„Große Sorge macht uns der Zeitraum ab 2026“, schreiben die beiden Fraktionsvorsitzenden. Setze sich die finanzielle Entwicklung bei der Kreisumlage weiter fort, werde sich die Haushaltssituation noch weiter verschlechtern. „Ebenso Anlass zur Sorge macht die im Haushalt prognostizierte Entwicklung des Eigenkapitals in den nächsten Jahren. Dieses reduziert sich erheblich, unserer Meinung nach besteht durchaus die Gefahr einer Überschuldung.“
Ein Ausweg aus dieser Situation sei nicht absehbar. Es bleibe nur nochmals der dringende Appell an Land und Bund, endlich den berechtigten Forderungen nachzukommen und eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen sicherzustellen. Aber auch der Märkische Kreis stehe in der Pflicht, die Kreisumlage zu begrenzen und die Kommunen nicht zu überfordern.
Die in den beiden Haushaltsjahren geplanten Investitionen seien für die Zukunft der Gemeinde wichtig. Dies sind vor allem die Baumaßnahmen für das Feuerwehrhaus in Herscheid, die Ortsmitten in Herscheid und erstmals auch in Hüinghausen und der Bau von weiteren Radwegen.
Haushaltsreden am 18. März
Die Ergebnisse des Tages sollen nun in die weiteren Beratungen der Fraktionen einfließen. Ihre detaillierten Meinungen und Vorstellungen zum Haushaltsplan werden Zuchowski und Jülich, ebenso wie die weiteren Fraktionssprecher, in ihren Haushaltsreden in der Ratssitzung am 18. März darlegen.










