Der Einladung zum kreativen Austausch gefolgt waren zwölf Teilnehmer, darunter erfahrene Camper, aber auch Grundstücksbesitzer. Konzipiert war die Veranstaltung als Workshop: „Es ging bei diesem ersten Treffen darum, zunächst einmal Ideen zu sammeln und allgemein über die Machbarkeit zu diskutieren, ob und wo es möglich wäre, Stellplätze für Wohnmobile in Breckerfeld zu schaffen“, erklärt Amelie Clever als Mit-Initiatorin der Ideenwerkstatt.
Die Erwartungen an die Veranstaltung seien dennoch gemischt gewesen: „Einige Teilnehmer kamen bereits mit konkreten Vorschlägen für Stellplätze, andere wiederum wollten sich von der Diskussion inspirieren lassen.“ Daraus habe sich eine gute Gruppendynamik entwickelt, aus der am Ende viele Ideen hervorgegangen seien.

Ein Thema – drei Stationen
Der Workshop war in drei unterschiedliche Stationen eingeteilt. An der ersten Station standen mögliche Standorte für Wohnmobilstellplätze im Fokus. Besonders häufig genannt wurde hier die Glörtalsperre, doch auch ländlichere Gebiete wurden ins Gespräch gebracht. Eine Idee war, das Thema „antizyklisch“ zu denken und Flächen zu nutzen, die in den Sommermonaten oder an Wochenenden weniger frequentiert sind, um dort temporäre Stellplätze anzubieten: „Teilweise gab es in der Vergangenheit schon erste Gespräche mit Landwirten, da es recht niederschwellige Voraussetzungen gibt, um Einstellplätze für autarke Camper anzubieten“, so Amelie Clever.
Infrastruktur ist entscheidend
An der zweiten Station diskutierten die Workshop-Teilnehmer über die nötige Infrastruktur. Hierbei ging es um Themen wie Müllentsorgung, Stromversorgung, WLAN-Verfügbarkeit und Entsorgungsstationen. Auch touristische Aspekte wurden aufgegriffen, etwa die Anbindung an Rad- und Wanderwege. „Die Infrastruktur ist entscheidend, damit sich Camper wohlfühlen“, so Clever. „Wir haben hierzu verschiedene Ansätze gesammelt, die ihnen den Aufenthalt so komfortabel wie möglich machen und gleichzeitig das touristische Angebot Breckerfelds stärken.“
Potenzielle Hindernisse und möglicherweise auftretende Kritikpunkte waren das Thema der dritten Station. Hierbei wurden Aspekte wie Geländebeschaffenheit, Versicherungsfragen und mögliche Lärmbelästigung angesprochen. Auch die – noch – geringe Bekanntheit Breckerfelds als touristisches Ziel für Wohnmobilreisende war hier Thema der Gespräche.

Stellplätze auf Webseite veröffentlichen
Am Ende des Workshops einigten sich die Anwesenden darauf, dass einer der Teilnehmer eine Anforderungsliste erstellt, die als Grundlage für kommende Ideenwerkstatt-Treffen dienen soll. Auch wurde vereinbart, dass alle, die bereits konkrete Stellplatzangebote haben, diese ähnlich wie Ferienwohnungen unter der Rubrik „Tourismus und Kultur: Übernachtungsmöglichkeiten“ auf der offiziellen Webseite der Stadt Breckerfeld bekannt machen können.
In diesem Jahr soll es noch eine weitere Ideenwerkstatt stattfinden, in der es um das Thema Wohnmobilstellplätze geht, kündigt Amelie Clever an: „Bei der wird es dann bereits weniger um Ideenfindung und mehr um die konkrete Ausarbeitung eines Konzepts gehen.“