Auf mehreren Strommasten zwischen Plettenberg-Siesel, Ohle und Werdohl-Elverlingsen laufen derzeit Arbeiten an der regionalen Strominfrastruktur. Die Enervie Vernetzt GmbH hat nach eigenen Angaben im April mit der Erneuerung eines Teilabschnitts ihrer 110-Kilovolt-Hochspannungsfreileitung begonnen. Betroffen ist die Trasse zwischen den Umspannwerken in Plettenberg-Siesel, Ohle und Werdohl-Elverlingsen.

Video: Hans-Jörg Dietz/LokalDirekt

Auf einer Länge von rund 6,5 Kilometern werden an insgesamt 25 Hochspannungsmasten neue Leiterseile installiert. Zudem tauscht das Unternehmen Isolatoren und Armaturen aus. Die betroffenen Masten stammen aus dem Jahr 1968 und sind damit seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb.

Für die Maßnahme investiert Enervie rund 4,5 Millionen Euro. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit in der Region langfristig aufrechtzuerhalten, teilte das Unternehmen mit. Bereits vergangenes Jahr war ein angrenzender Abschnitt zwischen den Umspannwerken Siesel und Ohle modernisiert worden.

Nach Angaben des Netzbetreibers sollen die Arbeiten bis Dezember abgeschlossen sein. Insgesamt werden im Zuge des Projekts rund 84,5 Kilometer neue Leiterseile verlegt. Die große Seillänge erklärt sich daraus, dass pro Mast mehrere Leitungen geführt werden.

Stromversorgung für über 500.000 Menschen

Das Stromnetz von Enervie Vernetzt umfasst nach Unternehmensangaben ein Gebiet von rund 1000 Quadratkilometern in Hagen, Herdecke und der Märkischen Region. Mehr als 500.000 Menschen in 19 Städten und Gemeinden werden über das Netz versorgt.

Eine zentrale Rolle spielen dabei 27 Umspannwerke im rund 200 Kilometer langen Hochspannungsnetz auf der 110- und 220-Kilovolt-Ebene. Dort wird die Spannung für die Weiterverteilung reduziert, bevor der Strom über ein rund 7700 Kilometer langes Kabelnetz und zahlreiche Stationen schließlich Haushalte und Unternehmen in der Region erreicht.

Mit der aktuellen Maßnahme setzt Enervie den schrittweisen Ausbau und die Modernisierung seines Stromnetzes in der Region fort.