Hagen. Gemeinsam Trost spenden und Solidarität zeigen — unter diesem Leitgedanken fand am Montag, 10. November, in der Begegnungsstätte der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen die Aktion „Herzkissen nähen“ statt, mit der von Brustkrebs betroffene Frauen unterstützt werden.

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Organisiert wurde der Tag von der Frauenselbsthilfe Krebs Hagen-Mitte, der Krebsberatungsstelle Hagen, der Begegnungsstätte der Diakonie Mark-Ruhr sowie dem Brustzentrum des Agaplesion Klinikums Hagen. Das Klinikum stellte zudem Stoffe und Füllmaterial zur Verfügung.

Gemeinsam für Trost und Zuversicht

Mit großem Engagement nähten betroffene Frauen und Unterstützerinnen fast 40 Herzkissen, die im Anschluss an das Brustzentrum übergeben wurden. Die speziell geformten Kissen sind für viele Frauen nach einer Brustkrebsoperation eine wertvolle Hilfe — sie sollen Schmerzen lindern und zugleich seelische Unterstützung spenden: „Die Herzkissen sind eine große Entlastung für Frauen nach einer Operation. Durch ihre spezielle Form passen sie sich ideal dem Körper an und schützen die empfindliche Narbenregion unter dem Arm“, erklärt Heike Schiller, Sozialarbeiterin und Psychoonkologin der Krebsberatungsstelle Hagen.

Auch die emotionale Bedeutung der Herzkissen wird betont. Tuba Türker, Ansprechpartnerin der Hagener Gruppe „Frauenselbsthilfe Krebs“, erläutert: „Die bunten, farbenfrohen Kissen lindern nicht nur den Narbenschmerz oder den Druck unter dem Arm, sondern die Herzform spendet auch Trost und Zuversicht — von Frau zu Frau.“

Starkes Netzwerk für betroffene Frauen

Eine besondere Rolle spielt Susanne Tuchel, Breast Care Nurse am Agaplesion Klinikum Hagen: Sie hat maßgeblich zur Vernetzung der beteiligten Einrichtungen beigetragen. „Das gemeinsame Engagement zeigt, wie stark die Unterstützung in Hagen für Frauen mit Brustkrebs ist“, betont Tuchel. „Es ist schön zu sehen, dass aus der Kooperation über die Jahre ein stabiles Netzwerk entstanden ist, das den Betroffenen auf vielfältige Weise hilft.“

Isabel Bentin von der Begegnungsstätte der Diakonie Mark-Ruhr freut sich über die große Resonanz auf die Herzkissen-Aktion: „Diese Aktion spendet Mut und Kraft und ist ein sichtbares Zeichen für Solidarität mit brustkrebsbetroffenen Frauen.“

Da der Bedarf an Herzkissen weiterhin groß ist, sollen künftig weitere Nähaktionen stattfinden und das gemeinsame Engagement von Diakonie, Selbsthilfegruppen und dem Klinikum Hagen fortgesetzt werden — mit dem Ziel, betroffenen Frauen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch beizustehen.