Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, noch einmal vor der als „CEO-Fraud“ bezeichneten Betrugs-Masche zu warnen, da immer wieder hohe finanzielle Schäden entstehen.
In dem konkreten Fall meldete sich vermeintlich der Vorgesetzte aus dem Ausland und berichtete von einem „größeren Projekt“. Diese Mail war offenbar so perfekt, dass sie bei dem Geschäftsführer keinerlei Misstrauen weckte. Das änderte sich aber bei der zweiten Mail. Diesmal wurde er aufgefordert, Kontakt mit einem Rechtsanwalt in einem dritten europäischen Land aufzunehmen. Dem Geschäftsführer fiel eine kleine Ungereimtheit der ansonsten „perfekten“ Nachricht auf. Deshalb suchte er den direkten Weg zum Vorgesetzten – und der Schwindel flog prompt auf. Die Mails stammten nicht vom Chef und wahrscheinlich hätten die Betrüger in einem der nächsten Schritte um die Überweisung einer hohen Summe gebeten.
Unternehmen sollten alle ihre Mitarbeiter über die Gefahr informieren. Die Betrüger melden sich auf allen bekannten Kommunikationswegen. Die Nachrichten vermitteln den Eindruck, tatsächlich vom Chef zu kommen. Natürlich geht es um kurzfristig zu transferierende Geldsummen. Firmen sollten klare Regeln treffen, wer auf welchem Weg welche Anordnungen treffen darf, und Prüfroutinen einrichten.
Die Täter sammeln oft übers Internet alle möglichen Informationen über ihre Opfer. Dabei geht es etwa um Infos über Mitarbeiter mit Prokura oder geplante Auslands-Geschäfte. Selbst der Bericht über eine bevorstehende Reise des Chefs zu einer Messe kann den Betrügern eine wichtige Information liefern. Die Täter werten dazu auch Social-Media-Profile der Mitarbeiter aus.
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