Eine überaus kuriose Geschichte trug sich am vergangenen Dienstag, 24. Oktober, in Lüdenscheid auf der A45-Umleitung zu. Wie die Polizei berichtet, fährt vor der roten Ampel an der Brunscheider Straße gegen 15.30 Uhr ein 40-jähriger Mann auf den Wagen eines 37-Jährigen auf. Es gibt leichte Lackschäden. Beide rufen die Polizei zur Unfallaufnahme.
Die Kinder im Pkw des 40-Jährigen weisen die Beamten freundlicherweise darauf hin, dass der Vater einen gefälschten italienischen Ausweis benutzt und man grade auf dem Weg zu einem Drogenkauf sei. Ein Drogenvortest fällt positiv auf THC und Kokain aus. Er hat keinen Führerschein dabei und in den Polizei-Auskunftssystemen ist auch keine Fahrerlaubnis vermerkt. Es folgt eine vorläufige Festnahme wegen Fluchtgefahr, da er sich als Ausländer ohne festen Wohnsitz in Deutschland aufhält. Er muss eine Sicherheitsleistung zahlen und kann erst in der Nacht gehen.
Gegen den Vordermann bei dem Unfall liegt ein Haftbefehl wegen eines nicht gezahlten Bußgeldes vor. Auch er wird vorläufig festgenommen. Der Haftbefehl lässt sich schnell erledigen: Der 37-Jährige zahlt das Bußgeld samt Gebühren. Allerdings fällt auch sein Drogentest positiv aus auf Amphetamine.
Ein Arzt nimmt beiden Männern Blut ab. Die Polizei untersagt das Führen von Kraftfahrzeugen.
Schlussendlich schreibt die Polizei Anzeigen wegen: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs durch Drogenkonsum, Fahren unter Betäubungsmitteln (zweimal), Urkundenfälschung, Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln, Anordnen/Zulassen einer Fahrt ohne Fahrerlaubnis gegen den Halter des Pkw.









