Wäre dies ein billiger Groschenroman würde man wohlmöglich vom ‚Tunnel des Grauens‘ sprechen. Dabei hatte der medienwirksame Besuch von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer am 25. Juli in Lüdenscheid Aufsehen erregt und die Hoffnung genährt, dass der Rathaustunnel endlich Chefsache wird. Denn die Arbeiten am Tunnel ruhten schon damals seit vielen Monaten. „Minister Krischer hatte im Zuge des Besuchs angekündigt, dass es ab Oktober weiter gehen soll. Und die Hoffnung war groß, dass der Ankündigung auch Taten folgen. Doch leider brennt im Tunnel noch immer kein Licht. Es finden dem Vernehmen nach derzeit lediglich Belüftungsinstallationen in einem Technikraum statt, am Tunnel selbst geschieht weiterhin nichts“, stellt der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas ernüchtert fest.
In einer Pressemitteiluing des SPD-Politikers heißt es, Minister Oliver Krischer habe auf ein Anschreiben von Ende Oktober bislang nicht reagiert. „Ich wollte natürlich wissen, wie der Sachstand ist, und habe den Minister auf den Stillstand hingewiesen. Auch habe ich gebeten alles dafür zu tun, dass es endlich wieder voran geht. Doch leider habe ich keine Antwort erhalten, es hat sich auch seitdem außer im Technikraum des Rathaustunnel nichts Wesentliches getan. Daher habe ich mich gezwungen gesehen, jetzt eine Kleine Anfrage auf den Weg zu bringen, da diese auf jeden Fall nach vier Wochen beantwortet werden muss“, teilt Gordan Dudas mit.
Die schier unendliche Geschichte um den Rathaustunnel drohe um ein weiteres unrühmliches Kapitel reicher zu werden. Dennoch gibt Dudas nicht auf: „Sollten bis zum 2. Advent endlich die Arbeiten wieder aufgenommen werden, lade ich Minister Krischer persönlich zum Weihnachtsmarkt nach Lüdenscheid ein und spendiere ihm so viele Glühwein, wie er möchte“, verspricht Dudas augenzwinkernd.










