„Die Straßen- und Eisenbahnbrücken in der Region dürfen nicht weiter auf Verschleiß gefahren werden, sondern müssen rechtzeitig erneuert werden“, fordert Gordan Dudas in seiner Kleinen Anfrage an die Landesregierung NRW. Diese Forderung stellte Dudas noch vor der letzten Hiobsbotschaft zur Brügger Eisenbahnbrücke zur benachbarten B229-Straßenbrücke. Die Straßenbrücke wird derzeit nachgerechnet und ist bereits seit einiger Zeit mit Tempo 30 und Abstandsgebot für den Schwerlastverkehr reguliert.
„Die RB 52 fährt seit dem Juli-Hochwasser 2021 nicht mehr, die RB 25 kann aufgrund der Schäden am Strömungsabweiser seit Anfang Juli 2022 nicht mehr bis Lüdenscheid Bahnhof fahren, die fatalen Auswirkungen der gesperrten Rahmedetalbrücke sind ohnehin eine Katastrophe. Daher muss alles dafür getan werden, die weiteren Brücken in der Region schnellstmöglich zu reparieren oder zu erneuern, soweit nötig. Auch wenn das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Es darf nicht gewartet werden, bis dann auch die letzte heimische Brücke nicht mehr befahrbar ist, dass muss auch dem letzten Menschen klar sein“, so der Appell von Dudas.
In der bürokratischen Antwort der neuen Landesregierung auf die Kleine Anfrage zur B229-Brücke wird auf das aktuelle Verfahren verwiesen: Mit der Einstufung des Traglastindex V erfolge die Nachrechnung, weitere Maßnahmen würde dann in der Folge entschieden. Man habe vorsorglich Kompensationsmaßnahmen umgesetzt, der Traglastindex sei aber kein hinreichendes Kriterium für Nutzungseinschränkungen, so die Landesregierung.
„In der Antwort fehlen Klarheit und eine konkrete Perspektive, wie es bei der B229-Brücke weitergeht. Gerade aufgrund unserer schlimmen Erfahrungen muss doch verhindert werden, dass ein weiterer Schaden eintritt. Hier muss unverzüglich in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn eine Klärung herbeigeführt werden“, fordert Dudas weiter.
Dass eine Sperrung für den genehmigungspflichtigen Schwerverkehr bestehe und die Brücke infolge der Einstufung zu einem vordringlich zu betrachtenden Bauwerk wurde, sei zu begrüßen. „Aber es ist in keinster Weise akzeptabel, wenn durch Nicht-Handeln neue Sperrungen drohen könnten, die unsere Region weiter schädigen. Ich hoffe sehr, dass die neue Landesregierung die Dringlichkeit erkennt“, so Dudas. Er werde dies natürlich auch gegenüber dem neuen Verkehrsminister thematisieren und hoffe auf Unterstützung.








