Beim „Forum Fabrik der Zukunft“ am Dienstagabend, 24. März, in den Museen der Stadt Lüdenscheid hat der Unternehmer Norman Koerschulte seine Vision einer neuen Logistikinfrastruktur vorgestellt. Eingeladen hatten die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftskreis Lüdenscheid.
Koerschulte, Gründer der Morpheus Logistik GmbH, präsentierte Drohnentransporte als Alternative zu überlasteten Straßen. Sein Unternehmen verfüge über die „größte zivile Drohnenflotte Deutschlands“ und besitze eine SAIL-III-Genehmigung für Logistikflüge in der EU. Aktuell seien 13 Drohnen im Einsatz, bis Ende 2027 sollen es rund 100 werden.
"Kleine Wirtschaftsrevolution"
Langfristig strebt das Unternehmen ein bundesweites Netzwerk für Lufttransporte an. Dafür brauche es jedoch politische Unterstützung, klare regulatorische Rahmenbedingungen und die Bereitschaft von Wirtschaft und Gesellschaft, neue Wege mitzugehen. Koerschulte sprach von einer möglichen „kleinen Wirtschaftsrevolution“.
Transportdrohnen könnten Paletten mit bis zu 450 Kilogramm bewegen. Herausforderungen lägen vor allem in Genehmigungen und Akzeptanz in der Bevölkerung. Sicherheitsbedenken wies der Unternehmer zurück und verwies auf Notfallsysteme wie Fallschirme und Abschaltmechanismen.
In einer begleitenden Online-Umfrage sahen die Teilnehmer die größten Einsatzpotenziale in der Gesundheitsversorgung – ein Bereich, in dem Morpheus bereits aktiv ist. Als zentrale wirtschaftliche Herausforderungen nannten sie steigende Kosten, Fachkräftemangel und gestörte Lieferketten. Zum Abschluss überreichte der Sprecher der Wirtschaftsjunioren,Tim Stabenau, dem Referenteneine Skulptur in Form eines Staffelstabes.









