Die Ermittlungen gegen eine mutmaßliche europaweit agierende Drogengruppierung führten auch in den Märkischen Kreis. Bei einem Einsatz am Mittwoch, 14. Oktober, durchsuchte die Polizei fünf Objekte in Kierspe und eines in Meinerzhagen.

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Amphetamin und Tablettenpressen sichergestellt

Insgesamt acht Privatwohnungen, Geschäftsräume und mutmaßliche Drogenlager durchsuchten die Einsatzkräfte am Mittwoch im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln. Neben den sechs Objekten im Märkischen Kreis nahmen sie jeweils eines in Unna und Wuppertal unter die Lupe.

Die Ermittler stellten dabei rund zwei Kilogramm Amphetamin, drei Tablettenpressen und größere Mengen an Grundstoffen zur Herstellung der Droge sicher. Dazu gehörten Methanol, Kaliumphosphat und Cellulose. Außerdem beschlagnahmten sie rund 7000 Euro Bargeld, zwei hochwertige Uhren, Mobiltelefone, zwei Softair-Pistolen und Munition im Kaliber 9 Millimeter.

Gleichzeitig vollstreckten die Ermittler zwei weitere Haftbefehle gegen Männer im Alter von 29 und 35 Jahren. In welchem Ort die beiden Verdächtigen wohnen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mit. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen die beiden Männer als Amphetaminhersteller, Betreiber von Drogenlagern, Fahrer und örtliche Händler tätig gewesen sein.

Bei der Razzia wurden unter anderem zwei Kilogramm Amphetamin, drei Tablettenpressen sowie Grundstoffe zur Herstellung von Amphetamin in nicht geringen Mengen sichergestellt.
Foto: Polizei Köln

Ermittlungen gegen 39 Beschuldigte

Der aktuelle Einsatz war Teil eines umfangreichen Verfahrens, das seit Juli 2025 läuft. Bereits am 22. Juni dieses Jahres hatte die Polizei bei einer groß angelegten Razzia neun Haftbefehle vollstreckt und 31 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Spanien und Österreich durchsucht. Damals richteten sich die Ermittlungen gegen 31 Beschuldigte. Inzwischen zählen Polizei und Staatsanwaltschaft insgesamt 39 Verdächtige im Alter zwischen 19 und 56 Jahren.

Nach bisherigem Ermittlungsstand soll die Gruppierung über Jahre hinweg einen internationalen Drogenhandel organisiert und gesteuert haben. Die bislang nachgewiesenen Mengen umfassen mehr als vier Tonnen Cannabis, über 27 Kilogramm Kokain, rund 1,5 Kilogramm Crack und etwa 800 Liter Amphetaminöl. Den Gesamtwert der Drogengeschäfte beziffern die Ermittler auf mehr als elf Millionen Euro.