Den Verantwortlichen (Torsten Tweer, André Krause, Jan Schulz und Mathias Perey) gehe es darum „einige Dinge zu verdeutlichen und auch klarzustellen“ und „Hintergründe zu beleuchten und fehlerhaft getätigte Aussagen zu korrigieren“. Es gehe um zwei Hauptthemen: die sogenannte „neue Ausrichtung“ und „die in der Auflösung des Vertrages mündende Diskussion mit und um unseren ehemaligen Trainer der 1. Mannschaft Mark Schmetz.“
Zur Ausrichtung der SGSH Dragons sagen die Verantwortlichen, dass man bereits seit Jahren „eine Talentschmiede im Bereich des Leistungshandballs, mit dem Fokus auf regionale und überregionale Talente zu sein, noch konsequenter beschreiten“ wolle, ohne sich dabei nicht vom Leistungssport abzukehren. Denn „die 3. Liga im oberen Tabellenbereich ist weiterhin das kurzfristige sportliche Ziel und soll dies auch bleiben“. Allerdings veröffentlichte der Verein am Freitag, 8. Juli, eine Mittteilung, in der es hieß, dass man sich „mehr auf die Jugend- und Talentförderung“ konzentriere, „ohne dabei die sportliche Heimat in der 3. Liga zu sehen“. Diese Aussage wurde jedoch kurze Zeit später wieder revidiert. Denn das damit indirekt erklärte Saisonziel „Oberliga“ sorgte bei Spielern, Fans, Sponsoren und der Handballwelt für große Verwunderung. Die jetzige Stellungnahme steht dazu im Widerspruch.
In der jetzigen dreiseitigen Stellungnahme heißt es: „Das Konzept der Dragons ist allerdings ganzheitlich angelegt und betrachtet daher sowohl Jugend- und Breitensport als auch Leistungssport, beginnend in der F-Jugend bis hin in den Seniorenbereich. Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass wir nicht nur mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs die 3. Liga werden halten können. Ebenso sind auch in der Verbandsliga externe Zugänge weiterhin geplant. Die Idee, ohne Rücksicht auf das sportliche Niveau, Eigengewächse in die jeweilige Liga zu schicken, war nie Bestandteil des Konzeptes.“
Die letzte Saison wird hier „aus rein sportlicher Sicht ohne jeden Zweifel mehr als erfolgreich“ beschrieben. Doch zur Realität gehöre aber auch, „dass wir in der 3. Liga den nachrückenden Spielern wenig Präsenz gegeben haben“. Damit wird der Bogen zur Trainerfrage geschlagen.
„Schon bei der Vertragsverlängerung im Dezember wurde der Punkt thematisiert und Mark hat klar geäußert, dass er diesen Weg mitgehen und die Talentförderung unterstützen möchte. Leider ist dies dann aber nicht bzw. zu wenig sichtbar geworden“, äußern sich Vorstand und Geschäftsführung. Und weiter: „Mark wollte am Ende auch nicht von seinem Anspruch, reiner Profitrainer zu sein, abweichen. So mündete diese Gesprächsreihe am Ende in der von Mark gewünschten Vertragsauflösung.“
Zudem wolle man klarstellen, dass es keine Kündigung seitens der GmbH gegeben habe und dadurch, dass das Thema „Schmetz“ in die Öffentlichkeit und in die Mannschaft getragen worden sei, eine Lösung nicht einfacher gemacht habe.
„Es wurde in den Gesprächen immer viel von Vertrauen geredet. Erstaunt haben wir zur Kenntnis genommen, dass zwei Tage nach Marks Entscheidung, um Vertragsauflösung zu bitten, ein Ligakonkurrent sein neues Engagement bekannt gemacht hat“, teilen die Verantwortlichen weiter mit.
Zurzeit stehe man in intensiven Gesprächen mit den Spielern, um die Ereignisse aufzuarbeiten. Außerdem wolle man die anstehende Jahreshauptversammlung nun zeitnah terminieren und dazu „neben den Mitgliedern auch speziell die Mannschaften und die Sponsoren einladen“.
Dass diese Stellungnahme die immer noch brodelnde Gerüchteküche zur Abkühlung bringen wird, bleibt zu hoffen.







