Als Folge des von der Gewerkschaft Verdi ausgerufenen Warnstreiks werden auch im Märkischen am Dienstag, 17. März, Fahrer der Märkischen Verkehrsgesellschaft die Arbeit niederlegen. Die Linke Lüdenscheid erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den Streikenden.

"Wir unterstützen den Arbeitskampf der Busfahrer. Ebenso stehen wir an der Seite der Kollegen in den Verwaltungen und Kundenzentren, die bereits am Montag die Arbeit niederlegen", teilt Linken-Sprecher Otto Ersching mit. Dass die Arbeitgeberseite auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe, sei ein fatales Signal an die Beschäftigten, die den Nahverkehr im Märkischen Kreis täglich am Laufen halten. Die Forderungen nach einer 37-Stunden-Woche und fairen Zuschlägen seien das absolute Minimum gegen die chronische Dauerbelastung in diesem Beruf.

Wie dringend dieser Arbeitskampf sei, zeige ein Blick auf die aktuellen Pläne im Kreishaus. Während das Personal wegen Überlastung streike, plane der neue Landrat Ralf Schwarzkopf (CDU) einen knallharten Sparkurs. Der MVG sollen die Zuschüsse in den kommenden Jahren schrittweise um fast 14 Millionen Euro gekürzt werden.

"Wer bei einem ohnehin stark belasteten Personal den Rotstift ansetzt und gleichzeitig das Angebot für die Bürger drastisch reduzieren will, fährt die öffentliche Daseinsvorsorge im Märkischen Kreis sehenden Auges vor die Wand", sagt Otto Ersching.

Der Arbeitskampf der Fahrer richte sich nicht gegen Fahrgäste. "Sie kämpfen für das Überleben des kommunalen Nahverkehrs", erklärt Otto Ersching.