
Die Handball-Mädchen (A-Jugend) des HTV Hemer spielen nach ihrem Rückzug im November 2025 wieder um Regionalliga-Punkte.
Zum Auftakt gab es aber ohne Auswechselspielerin eine 14:20 (6:9)-Niederlage beim Soester TV. Trainer Janis Luther, der das Team nicht mit Spielerinnen aus den ebenfalls im Einsatz befindlichen B-Mädchen aufstocken konnte, sieht trotzdem zuversichtlich in die Zukunft. „Wir brauchen noch Zuwachs, eventuell mit Doppelspielrecht." Der Soester TV, der über zwei Schlüsselpositionen das Spiel dominierte, profitierte auch von der gegnerischen Abschlussschwäche.
Danach folgten drei weitere deutliche Niederlagen
„Im Auftaktspiel haben wir sieben Tore zu wenig geworfen, das hat sich am Ende gerächt“, resümierte der HTV-Coach. Auf das 21:28 (6:15) gegen den ASC Dortmund folgten zwei weitere Niederlagen. Gegen Dortmund war vor allem im ersten Abschnitt die Abschlussschwäche unverkennbar. Die Gesamtleistung fiel unter dem Strich dennoch positiv aus. Bei der HSG Werther/Borgholzhausen unterlag das Team mit 19:36 (10:16), gegen den VfL Herford mit 21:35 (12:17). „Da wurde schon deutlich, dass wir mit unserem Mini-Kader gegen so spielstarke Mannschaften derzeit chancenlos sind“, stellte Janis Luther klar. Der Auftritt gegen die JSG Bielefeld musste sogar abgesagt werden. „Wir konnten keine spielfähige Mannschaft aufbieten, das hätte keinen Sinn gemacht.“ HTV-Vorstandsmitglied Lars Heierhoff hält es für besonders wichtig, dass die Mädchen die Saison durchspielen. „Sie können in der Regionalliga wichtige Erfahrungen sammeln. Es geht auch darum, den bevorstehenden Wechsel in das Seniorenlager zu meistern.“
Tarja Spettmann spielt auch bei Oberliga-Frauen mit
Tarja Spettmann, die auch bei den HTV-Frauen in der Oberliga schon eine tragende Rolle innehat, steht oft im Mittelpunkt des Geschehens, trägt eine hohe Spielbelastung. Nach Mia Eickmann (27 Treffer) ist sie die zweitbeste Torschützin (25), die in ganz jungen Jahren das Trikot von Borussia Dortmund trug. Und bei der SG Menden Sauerland Wölfe sammelte sie sogar Erfahrungen in der B-Jugend-Bundesliga. „Sie hat großes Talent, bringt Willen und Ehrgeiz mit“, lobt der HTV-Trainer, der von Valentina Stein tatkräftig unterstützt wird. Und als Bindeglied zur B-Jugend fungiert Noa Heierhoff, die nach bevorstehendem Lehrgangs-Ende wohl in Kürze die B-Lizenz in Händen halten dürfte.
Auch bei der SG Brechten/Lünen nur mit Mini-Kader
Am Samstag, 7. November, (Anwurf: 14 Uhr) werden die HTV-Mädchen bei der JSG Brechten/Lünen wohl um eine weitere Niederlage nicht herumkommen. Der Rangsechste zählt mit 6:4-Punkten noch zum oberen Drittel. Hat sich die personelle Lage nach unfreiwilliger vierwöchiger Spielpause entspannt? Übungsleiter Janis Luther, der gerade in der Sportschule Hennef einen weiteren Trainer-Lehrgang absolviert hat und im Mai 2027 mit der B-Lizenz in der Tasche nach Hemer zurückkehren möchte, sieht dem Auftritt bei der spielstarken JSG eher skeptisch entgegen. „Wir wollen die Partie so lange wie möglich offenhalten."
Der Kader der HTV Hemer-Mädchen (A-Jugend): Laureen Hoffmann; Shannon-Zoe Luck, Tarja Spettmann, Lilly Habor, Jule Rothöft, Mia Eickmann, Milla Kirchhoff, Emma Schürmann, Lucy Quick, Pia Rostek.








