Mehr Gewaltdelikte, weniger Straßenkriminalität: Die Kreispolizeibehörde hat am Montag, 2. März, die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Danach ist die Zahl von Straftaten in Lüdenscheid im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken – von 5409 auf 5247 Fälle (ein Rückgang um drei Prozent).
Ein wichtiger Anhaltspunkt zur Einschätzung der Häufigkeit von Straftaten ist die Kriminalitätshäufigkeitsrate (Straftaten pro 100.000 Einwohner). Der Wert für Lüdenscheid beträgt 7368. Damit ist die Bergstadt die Kommune im Märkischen Kreis mit der höchsten Häufigkeitsrate. Der landesweite Durchschnitt beträgt 7524.
Die Zahl der Körperverletzungen steigt seit Jahren an. Registrierte die Polizei im Jahr 2021 noch 718 Fälle, waren es 2024 bereits 724 und im vergangenen Jahr 793. Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent. Der Anstieg bei gefährlichen und schweren Körperverletzungen fällt drastisch aus. Hier spricht die Polizei von einem Zuwachs von 21,8 Prozent (2024: 156 Fälle, 2025: 190 Fälle). Die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle ist von 70 auf 74 gestiegen – ein Plus von 5,7 Prozent. Die Aufklärungsquote von 9,5 Prozent ist eher gering. Die Aufklärungsquote aller Straftaten liegt bei 61,3 Prozent (Vorjahr: 63 Prozent).
Weniger Computer-Kriminalität
In Sachen Straßenkriminalität – also Straftaten im öffentlichen Raum – sind die Fallzahlen hingegen geringfügig gesunken: von 1033 auf 988. Das gilt auch für die Quote der Taschendiebstähle, die sich von 87 auf 70 Fälle und damit um 19,5 Prozent verringert hat.
Bei den Sexualstraftaten registrierte die Polizei ein Plus von 16,9 Prozent (2024: 142, 2025: 166). Darunter fallen Vergewaltigung/schwere Nötigung (von 16 auf 22 Fälle), sexueller Missbrauch von Kindern (von 9 auf 20 Fälle) und die Verbreitung pornografischer Schriften (von 78 auf 65 Fälle).
In Sachen Computer-Kriminalität verzeichnet die Polizei einen Rückgang. Im Jahr 2024 wurden 76 Fälle angezeigt. 2025 waren es 41 Fälle. 39 Prozent davon wurden aufgeklärt.









