Gegen 15.30 ging in der Feuerwache Lüdenscheid der Alarm ein. Laut Auskunft der Feuerwehr Lüdenscheid meldete sich eine Badbesucherin bei der Feuerwehr und sprach von neun Betroffenen mit Atemproblemen. Nach diesen Angaben rief die Feuerwehr einen MANV (= Massenanfall von Verletzten) aus.
Am Schwimmbad angekommen, meldeten sich weitere Gäste – vornehmlich Kinder und Jugendliche – mit Atembeschwerden bei den Einsatzkräften. Dies sorgte dafür, dass kurzfristig auf MANV 10-25 hochgestuft wurde. Später nahm man diese Alarmierung wieder zurück, da viele Betroffene keine Vergiftungssymptome aufzeigten. Als Vorsichtsmaßnahme wurden fünf bis sechs Kinder ins Krankenhaus gebracht.
Nach mehr als einer Stunde nach der Alarmierung konnte die Feuerwehr einen Clorgas-Austritt ausschließen, da weder die veranlassten Messungen noch der Warnmelder auf Chlorgas einen Hinweis auf einen Austritt liefern konnten. Somit bleibt die Ursache für die Atemwegsbeschwerden zunächst noch im Dunkeln.
Immerhin war so bald klar, dass die Situation weniger dramatisch war, als zunächst vermutet. Dennoch wurde das Familienbad Nattenberg vorsorglich geräumt.









