Die CDU Lüdenscheid hat für den öffentlichen Teil der Ratssitzung am 13. Juli vor dem Hintergrund der tödlichen Schüsse in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade eine Anfrage vorbereitet. Darin geht es um die Sicherheit von Beschäftigten in sensiblen Verwaltungseinrichtungen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Fröhling richtet folgende Fragen an Bürgermeister Sebastian Wagemeyer:

Gibt es in den sensiblen Verwaltungsbereichen entsprechende Sicherheitsvorkehrungen?

Werden Mitarbeitende im Jugendamt und in weiteren Bereichen mit Publikumsverkehr auf kritische Momente und Situationen vorbereitet?

Gibt es regelmäßige Selbstschutz- und Deeskalationstrainings?

Liegen funktionierende Konzepte für Schutzmaßnahmen vor?

Oliver Fröhling schreibt dazu: „Neben deutlich steigenden Fallzahlen (auch in Lüdenscheid) wird nach entsprechenden Berichten Betroffener auch die Gewaltbereitschaft zunehmend stärker, glücklicherweise meistens jedoch lediglich im verbalen Bereich. Auch wenn dies allgemein eine gesellschaftliche Entwicklung zu sein scheint, müssen die Beschäftigten des Jugendamtes (und zugehöriger Bereiche) besonders geschützt werden.“

Weiter merkt er an, dass ihm persönlich in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schulterschluss der Kommunen und Institutionen (wie z.B. Kirchen, Verbände, Gewerkschaften) und ein öffentlicher „Aufschrei“, Mahnen und Gedenken fehle. „Mich verwundert die bislang eher zurückhaltende öffentliche Reaktion auf diese schreckliche Gewalttat“, schreibt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei solchen Taten nicht wegzusehen und nach kurzem Entsetzen wieder zur „Tagesordnung“ überzugehen

Daher schließt er eine weitere Frage an: Sieht die Verwaltung Anlass, gemeinsam mit den demokratischen Kräften und gesellschaftlichen Institutionen in Lüdenscheid ein Zeichen der Solidarität mit den Beschäftigten der Jugendämter zu setzen und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft an die Mordopfer der feigen Tat in Stade zu gedenken?