Praktika, (Sport-)Prüfungen und viel Theorie: 2024 starteten die sogenannten „Fossis“ ihr Fachabitur mit dem Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst (FOP) am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg (ESBK) in Halver. Zwei Jahre später, am Mittwoch, 8. Juli, durften 22 der anfangs 29 Schüler ihr Abschlusszeugnis im Rahmen einer feierlichen Übergabe entgegennehmen.
18 wechseln in den Polizeidienst
Gemeinsam mit Familie, Freunden und geladenen Gästen wie Landrat Ralf Schwarzkopf, Halveraner Bürgermeister Armin Kibbert oder Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Hagen, Ursula Tomagoh, wurden die Absolventen feierlich verabschiedet.
Mit persönlichen Reden entließen die Fachleute insgesamt elf Männer und elf Frauen in das Berufsleben. Alle Männer und sieben von den Frauen werden dabei in den Polizeidienst wechseln.
„Auf das Team kommt es an“
Zu Beginn ergriffen der Bildungsgangleiter der FOS Polizei, Rainer Vockenroth-Kögel, sowie der Bildungsgangmanager der FOS Polizei, Fabian Kunde, das Wort. Sie bereiteten die Anwesenden auf die Tagesordnung vor und richteten erste Worte an die Absolventen: „Alle sind nur wegen euch hier, weil ihr euch angestrengt habt. Herzlichen Glückwunsch.“
Bevor Schulleiter Ulrich Fröndhoff jedoch mit seiner Rede startete, präsentierte die Klasse ihr selbst zusammengeschnittenes Video zu dem Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani, das zeigte, was innerhalb und außerhalb des Unterrichts geschah.
„Im Polizistenberuf kommt es besonders auf das Team und den Zusammenhalt an und ich glaube, sie konnten anhand des Films schon ganz gut erkennen, dass das die zwei Jahre schon immer gegeben war“, begann Schulleiter und Oberstudiendirektor Fröndhoff seine Rede und betonte, Wertschätzung, Stolz und Teamwork würden in dem Beruf des Polizisten im Mittelpunkt stehen.
Ein besonderer Dank gelte den Eltern, die durch ihr Engagement, ihre Unterstützung und die vielen zurückgelegten Kilometer ihre Kinder an ihr Ziel brachten: „Viele Eltern sehen das als selbstverständlich, leider nicht alle“, so der Schulleiter.
Er blickte zurück auf den zweiten Jahrgang, der vom ESBK mit dem Schwerpunkt FOP verabschiedet wird. Seine Schüler hätten sich schon früh für den Weg ins Berufsleben entschieden und sich dabei, so Fröndhoff, "ganz sicher nicht den unkompliziertesten Job ausgesucht".
Zum Abschluss seiner Rede betonte er die Wichtigkeit von Empathie, Hilfsbereitschaft und Kommunikation in diesem Beruf: „Behaltet das bei und erinnert euch in schweren Zeiten an diesen Satz: Wenn alles gegen dich zu laufen scheint, erinnere dich daran, dass das Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm."
Motivation von Erfahrenen
Nach dem Schulleiter folgten weitere Ansprachen von bereits durch frühere oder aktuelle mit der Polizei verknüpften Rednern.
Ralf Schwarzkopf ist neben seiner Rolle als Landrat ebenfalls Leiter der Kreispolizeibehörde. Er betonte am Mittwochvormittag, dass mit dem Abschluss der erste Schritt in den Polizeidienst getan wäre, und sprach den Absolventen seine Glückwünsche aus.
Auf ihn folgte der Halveraner Bürgermeister Armin Kibbert, der selbst mehr als dreißig Jahre als Polizist gearbeitet hat und somit aus Erfahrung zu den Fachabiturienten sprach „Ich fühle mich euch sehr verbunden und kann euch versichern, dass ihr euch einen der spannendsten und abwechslungsreichsten Berufe ausgesucht habt, die es gibt.“
Die Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Hagen, Ursula Tomagoh, appellierte an die jungen Erwachsenen, sie sollten weiter so wissbegierig bleiben, um ihr Studium erfolgreich abschließen zu können. Die praktischen Erfahrungen, die sie während ihres ersten Schuljahres gesammelt hätten, seien für das Studium sicher hilfreich.
Einen aktuellen und exklusiven Einblick in den Polizeiberuf bot die Polizeidirektorin der Kreispolizeibehörde des Märkischen Kreises, Nicole Pletha: „Ich danke euch für euer Interesse an der Arbeit bei der Polizei, doch ich muss euch leider enttäuschen. Unser Arbeitsalltag sieht nicht so aus wie im Fernsehen, in den Sendungen „Auf Streife“, scherzte sie. „Es gibt einige spannende Fälle, aber es ist auch viel Alltagsgeschäft dabei“, so die Polizeidirektorin weiter.
Rückblick auf zwei Jahre Zusammenhalt
Bevor es an die Zeugnisausgabe ging, ergriff Absolvent und Klassensprecher Okan Akyildiz im Namen seiner ganzen Klasse das Wort: „Ich möchte mich im Namen meiner Mitschüler erst einmal bei den besten Lehrkräften, die man haben kann, bedanken.“
Er blickte zurück auf zwei Jahre voller Zusammenhalt in der Klasse: „Obwohl wir unsere Ups und Downs hatten und unglaublich unterschiedlich und manchmal auch chaotisch sind, waren wir immer ein Team. Danke, Leute!“
Zuletzt richtete Klassenleitung Stefan Vogel letzte Worte an die Absolventen: „Ihr wart meine erste eigene richtige Vollzeit-Klasse, meine ersten Fossis“, begann er seine Rede.
Die Zeit mit der Klasse beschrieb er als intensiv, prägend und herausfordernd. Trotz der starken Vielfalt hätte es ihm jedoch immer Spaß gemacht, sie zu unterrichten: „Herzlichen Glückwunsch zum Fachabitur. Ich bin stolz auf euch.“
Die Klasse FOP24A
Abschließend wurden die Absolventen einzeln nach vorne auf die Bühne gebeten, um ihr Zeugnis und die Glückwünsche der Anwesenden entgegenzunehmen, bevor die Veranstaltung mit einem Sektempfang ihr Ende fand.
In der Klasse FOP24A durften sich folgende Schüler über die Fachhochschulreife freuen:
Okan Akyildiz, Lara Ausborn, John Paul Beeskow, Lennart Brath, Svenja Djihangiroff, Erwin Ejtenejer, Benjamin Epe, Silas Fischer, Samira Fritsche, Sophie Gebhardt, Josephine Heller, Ferhan Jando, Fiona Kniebel, Efe Kochan, Abdullah Krasniqi, Luis Kudera, Angelina Menze, Phil Müller, Greta Schech, Finja Schubert, Jassica Shelver und Maya Woyciechowski.
Ausgezeichnet wurde in dieser Klasse Benjamin Epe für die wenigsten Fehlzeiten und einer der besten Notendurschnitte.








