Am Wochenende (9. und 10. Juni) feierte die Brügger Wehr ein Fest rund um ihr Gerätehaus: Einer der Höhepunkte war die Vorführung einer Einsatzszene: Die Feuerwehrleute demonstrierten die Rettung einer Person, die nach einem fiktivem Unfall in einem Auto eingeklemmt war.

Mithilfe komplexer Beispiele wie diesem lassen sich potentielle Ehrenamtliche für die Arbeit bei der freiwilligen Feuerwehr begeistern. Der Löschzug 4 ging allerdings spontan noch einen Schritt weiter und „rekrutierte“ kurzerhand drei Besucher für die Vorführung. Nicht als Statisten, die im Auto ihrer Rettung harren, sondern gleich als Feuerwehrleute, die mit hydraulischem Werkzeug Hand anlegten.
In diesem Fall an einem ausgemusterten VW Polo, der ohnehin schrottreif war und dessen Zustand sich durch die Bearbeitung mit Schere und Spreizer auch nicht verbessert hat. Dieser Aspekt spielte jedoch keine Rolle, da im echten Notfall auf diese Weise auch nagelneue Luxusautos zerlegt werden müssen.
Das jedoch gekonnt und mit System, was insbesondere bei modernen Autos kniffelig sein kann. Obgleich es sich bei der Vorführung um einen uralten Kleinwagen handelte, wurde den neugierigen Zuschauern demonstriert, wieviele Schritte nötig sind, um einen Verletzten sicher aus der Notlage zu befreien.
Nachdem der Statist vom Beifahrersitz auf dem Spineboard „offiziell“ dem Rettungsdienst zugeführt worden war, konnten insbesondere die neuen Retter erstmal bei einem Kaltgetränk durchatmen und das Erlebte nachwirken lassen. Ziel dieser Aktion ist es, dass der eine oder andere die beige Feuerwehrjacke sinnbildlich gleich anbehält. Den Zuschauern blieb diese Konstellation übrigens verborgen.
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Wer nicht aufgrund der unterschiedlichen Schuhe der Beteiligten argwöhnisch wurde, bemerkte zunächst nichts. Spannend war es für die Gäste ohnehin. Und sogar der Hüpfburg wurde vorübergehend „die Luft rausgelassen“, damit sich die Besucher voll auf die Vorführung konzentrieren konnten.

Rettungshundestaffel MK stellt sich vor
Während noch die Aufräumarbeiten nach dem fiktiven Einsatz liefen, wurde schon der Parcours für die Rettungshunde aufgebaut. Schließlich stellte auch die Rettungshundestaffel Märkischer Kreis auf einem Stand ihre Arbeit vor.

Auch die schnüffelnden Vierbeiner sowie ihre Frauchen und Herrchen sind ein wichtiger Eckpfeiler des Rettungswesens. Suchhunde kommen immer dann zum Einsatz, wenn Hunde helfen können, die Geruchsfährte von vermissten Menschen aufzunehmen. Die Einsatzlagen sind dabei höchst unterschiedlich: Menschen, die sich in hilfloser Lage von ihrem Lebensmittelpunkt entfernt haben, werden häufiger von Hundestaffeln gesucht, durchaus aber auch Verschüttete.
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Natürlich ging man ab Gerätehaus nicht soweit, Protagonisten auf derartige Weise zu verstecken. Auch so verstanden die Besucher, worum es geht. Und die Hunde unterschiedlichster Rassen eroberten die Herzen der kleinen und großen Gäste sowieso im Sturm.
Die wurden auch sonst verwöhnt, schließlich gab es am Festwochenende ein musikalisches Unterhaltungsprogramm mit mehreren DJs, verschiedene Attraktionen und Spielmöglichkeiten für Kids. Beim Cocktailabend gab es spritzige Getränke abseits des „kühlen Blonden“, bei der Stärkung wurde auf Bewährtes gesetzt. Und damit hatten die Helfer offenbar den Geschmack der Gäste getroffen. Besonders die Kuchen- und Tortenplatten leerten sich zügig.
Wehrleiter genehmigt spontane Übung unbürokratisch
An der Theke dürften die drei Übungs-Helfer eine Menge zu erzählen gehabt haben. So ein Einsatz ist zweifelsohne ein außergewöhnliches Erlebnis. Der Weg dazu wurde höchst unbürokratisch geebnet, denn ganz ohne Genehmigung ging die Sache nicht. Doch Lüdenscheids Wehrleiter Christopher Rehnert war unter den Gästen und ließ sofort für die Idee begeistern. So kam die Freigabe auf dem kürzesten, denkbaren Dienstweg.










