Diesmal allerdings noch mit einem Trittbrettfahrer, denn von den vier Einsätzen fallen zwei aus dem Raster: Hier tippt die Polizei auf eine Beziehungstat, da zweimal das selbe Auto betroffen war.
Zunächst wurde ein Versuch unternommen, das betroffene Auto um 21.21 Uhr an der Hohen Steinert in Brand zu setzen. Wie genau das Auto in Brand gesteckt werden sollte, konnte die Polizei nicht erklären. Allerdings blieb die Aktion für den Pkw zunächst folgenlos. Der Wagen blieb fahrbereit.
Die Beamten dürften sich gewundert haben, als sie um 1.50 Uhr zu einem ähnlichen Ereignis in die Ludwigstraße alarmiert wurden und dort das selbe Auto erneut Ziel einer Brandattacke geworden war. Auch diesmal musste die Feuerwehr nicht tätig werden, da die Gefahr schnell gebannt wurde.
Ähnliches ereignete sich zwischenzeitlich um 22.40 Uhr Unterm Freihof. Auch hier blieb es bei einer versuchten Brandstiftung. Doch dabei blieb es in der Nacht zu Sonntag nicht. Es passierte, was nach den bisherigen Mustern abzusehen war: Gegen Mitternacht ging am Eibenweg ein Wohnwagen in Flammen auf. Dieser stand unmittelbar an einem Einfamilienhaus, zudem war angrenzend noch ein Pkw abgestellt.
Das Feuer wurde frühzeitig bemerkt und die Bewohner des Hauses unternahmen Löschversuche mit dem Gartenschlauch. Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Campingwagen lichterloh, aber nicht komplett ab. Mit einem C-Rohr wurde das Feuer zügig gelöscht und damit auch Schaden vom Haus abgewendet.
Hier handelt es sich um den nunmehr dritten Fall, wo ein Gebäude, vor allem aber die Menschen darin, von den Fahrzeugbränden betroffen waren. Bislang ist niemand zu Schaden gekommen.
Die Besitzer bewiesen Nervenstärke und handelten geistesgegenwärtig, da zwei Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich gebracht werden mussten.
Die Feuerwehr hatte die Lage schnell im Griff. Ausgerückt waren 16 Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie des Löschzugs Stadtmitte. Wegen der Alarmierung „Brand am Gebäude“ war man diesmal mit etwas größerer Mannstärke ausgerückt.
Nach etwa einer Stunde war der Einsatz vorbei. Nun zeigten sich auch die Hausbewohner betroffen: Der Anblick des zerstörten Wohnwagens traf ins Mark. Die Ermittlungen der Polizei laufen mit Hochdruck weiter, damit die Menschen in Lüdenscheid, insbesondere am Buckesfeld bald wieder ruhiger schlafen können.
Während Mülltonnenbrände nervig sind und Einsatzkräfte binden, hatte das Feuer am Eibenweg ein weitaus größeres Gefahrenpotential. Nun bliebt abzuwarten, wie die Situation seitens der Ermittlungsbehörden beurteilt wird.
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