Seit einer Woche haben Autofahrer aufgrund der Wetterbedingungen mit Chaos auf den Straßen zu kämpfen. Aktuell sorgt der Regen des Sturmtiefs „Elli“ für glatte Straßen und weitere Verkehrsunfälle im Kreisgebiet. Polizeihauptkommissar Marcel Dilling fasste im Gespräch mit LokalDirekt die Einsätze der vergangenen Woche zusammen.

Zwischen dem Wintereinbruch am Freitag, 2. Januar, und Freitag, 9. Januar, ereigneten sich im Märkischen Kreis insgesamt 111 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Die Polizei berichtet alleine im Volmetal (Halver, Schalksmühle, Kierspe und Meinerzhagen) von 28 Unfällen in den vergangenen sieben Tagen.

In Halver kam es insgesamt zu neun Unfällen. Bei acht Einsätzen blieb es bei Sachschäden. Bei einem weiteren Unfall verletzten sich beide Fahrer, nachdem am Samstag, 3. Januar, in Oberbrügge ein Auto in einen weiteren Wagen gerutscht war. In Schalksmühle ereigneten sich drei weitere Unfälle. Bei einem Fall verletzte sich eine Fahrerin, die auf der B54 in Lüdenscheid-Brügge in Fahrtrichtung Schalksmühle war, leicht. In einer Linkskurve in Höhe Stepahnsol verlor die Fahrerin die Kontrolle über ihren Kleinwagen. Sie geriet mit ihren Fahrzeug ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Auch in Kierspe und Meinerzhagen verzeichnete die Polizei des Märkischen Kreises mehrere Unfälle aufgrund des Wetters. „In Kierspe gab es sechs witterungsbedingte Unfälle, in Meinerzhagen weitere zehn. In allen Fällen blieb es jedoch bei Sachschäden“, berichtet Dilling auf Nachfrage. Zudem rückten die Einsatzkräfte zu zwei Gefahrenstellen wegen eines liegengebliebenen Lkws und zu einer weiteren aufgrund eines Sattelzugs aus.

Zeit einplanen, um Unfälle zu vermeiden

Die Polizei appelliert an alle Autofahrer, vor der Fahrt genügend Zeit einzuplanen, um das Auto vom Schnee zu befreien und so Unfälle zu vermeiden. Das bedeutet: keine Gucklöcher, ein frei zugängliches Kennzeichen und kein Schnee auf dem Autodach. Wer diese Regeln nicht einhalte, müsse mit Bußgeldern rechnen:

  • mit zugeschneitem Kennzeichen fahren: 5 Euro
  • nur ein Guckloch in der Frontscheibe frei: 10 Euro
  • Autodach nicht von Schnee befreit: 25 Euro
  • Auto warmlaufen lassen: 80 Euro
  • keine Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen: ab 60 Euro und ein Punkt in Flensburg.