Der b.invest-Beirat soll Impulse für die Entwicklung des Lüdenscheider Tumo-Projektes liefern. Am Donnerstag, 21. Mai, konstituierten sich die 17 Gründungsmitglieder in Lüdenscheid.

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Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die strategische Beratung, die Unterstützung bei der Ansprache spezifischer Zielgruppen und die Förderung regionaler Vernetzung. Das Hauptziel für 2026 und 2027 ist die langfristige Verankerung des Tumo-Angebots in der Region. Zwei- bis dreimal jährlich soll der Beirat mit Vertretern aus Politik, Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft und Jugend tagen.

Vorsitzender des neuen Beirats ist Jens Leyh vom Fraunhofer-Institut. Heike Müller-Bärwolf, Geschäftsführerin der Tumo-Betreiberfirma b.invest., freute sich über die Gründung: „Das zeigt uns, wir sind auf dem richtigen Weg“.

Besichtigung des Tumo-Centers

Im Anschluss an die Gründungsveranstaltung in der Volkshochschule besichtigte der Beirat das Lüdenscheider Tumo-Center. Nach einer Begrüßung durch den Robotik-Hund des Centers berichteten die drei Teilnehmer Sophia, Paul und Nelya von ihren bisherigen Erfahrungen mit dem außerschulischen Lernkonzept. Sie sind drei der rund 400 Jugendliche, die bisher Angebote des Tumo-Centers angenommen haben.

Bis Ende 2027 wird das Projekt durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert. Danach muss es finanziell auf eigenen Beinen stehen. Mit der Gründung des neuen Beirats ist hierfür ein wichtiger Baustein geschaffen worden, erklärt Dr. Maximilian Müller-Härlin, der zuständige Referatsleiter des Ministeriums. Aus seiner Sicht ist der Beirat ein "ausserordentlich gutes Signal für dieses herausragende Projekt".

"Zukunftsfähige Bildung heißt für mich, Kinder und Jugendliche auf die Arbeits- und Lebenswelten vorzubereiten. Dazu müssen digitale Lernpfade, wie sie zum Beispiel Tumo Lüdenscheid ermöglicht, diese auf eine nachhaltige Basis stellen", erklärt Leyh gegen Ende der Veranstaltung. Auch Marcel Nüsgen von der Bürgerstiftung der Sparkasse hob die Bedeutung des Tumo-Centers hervor: "Ich engagiere mich im Beirat, weil Bildung unsere große Chance ist."

Bekannte Gesichter im Beirat

Neben dem Vorsitzenden Jens Leyh gehören dem Beirat folgende Personen an:

· Dr. Maximilian Müller-Härlin (Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

· Dr. Meike Kricke (Montag Stiftung)

· Prof. Dr. Thomas Ludwig (Universität Siegen)

· Jens Leyh (Fraunhofer-Institut)

· Norman Koerschulte (Start-up für automatisierte Drohnenlogistik)

· Christian Lepping (Arbeitgeberverband Lüdenscheid)

· Christian Münch (SIHK)

· Markus Märtens (Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis)

· Reinhold Zimmermann (Unternehmer)

· Sebastian Unkhoff (Agentur für Arbeit Iserlohn)

· Dr. Steffi Arens (Südwestfalen-Agentur)

· Marcel Nüsgen (Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid)

· Guido Lohnherr (Matrix GmbH)

· Sebastian Wagemeyer (Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, SPD)

· Ralf Schwarzkopf (Landrat des Märkischen Kreises, CDU)

· Elias Ignatzek (Schülervertretung Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid, sachkundiger Bürger der SPD im Lüdenscheider Schulausschuss)

Als beratendes Mitglied steht zudem Michael Strauß von der KfW-Bankengruppe dem Beirat zur Seite. Satzungsgemäß darf dieser bis zu 20 Mitglieder haben. Das Tumo-Center in Lüdenscheid wird erweitert durch die weltweit erste Tumo-Box außerhalb des Gründungslandes Armeniens in Halver. Dort können Kinder Teile des Lernprogramms absolvieren, ohne nach Lüdenscheid zu fahren. So soll sichergestellt werden, dass das Bildungsangebot auch im ländlichen Raum des Sauerlandes für alle interessierten Schüler niedrigschwellig zu erreichen ist.