Die Brauereien in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 weniger alkoholhaltiges Bier produziert. Gleichzeitig erreicht alkoholfreies Bier einen neuen Höchststand. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das Statistische Landesamt anlässlich des „Tags des Deutschen Bieres“ am Donnerstag, 23. April, veröffentlicht hat.
Weniger Absatz bei klassischem Bier
Die Brauereien in Nordrhein-Westfalen haben nach Angaben des Statistischen Landesamts 2025 weniger alkoholhaltiges Bier produziert. Mit 15,0 Millionen Hektolitern lag die Menge um 4,1 Prozent unter dem Vorjahr. Auch der Absatzwert ging um fünf Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zurück.
Alkoholfreies Bier auf Höchststand
Deutlich anders entwickelt sich der Markt für alkoholfreies Bier: Die Produktion stieg im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent auf 1,32 Millionen Hektoliter und erreichte damit den höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Umsatz legte sogar um 12,8 Prozent auf 164,4 Millionen Euro zu.
„Rein rechnerisch entspricht dies einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 100 Litern alkoholhaltigem und knapp neun Litern alkoholfreiem Bier pro erwachsene Person in Nordrhein-Westfalen“, so das Statistische Landesamt.
NRW bleibt wichtiger Bierstandort
Deutschlandweit ist die Entwicklung ähnlich: Die Produktion alkoholhaltigen Biers ging 2025 um 5,9 Prozent zurück. Gleichzeitig wuchs die Menge alkoholfreier Varianten um 6,9 Prozent.
Nordrhein-Westfalen konnte seinen Anteil an der bundesweiten Bierproduktion dennoch leicht ausbauen: Rund 22 Prozent des alkoholhaltigen und gut 21 Prozent des alkoholfreien Biers stammten im vergangenen Jahr aus NRW. Ein Großteil der Herstellung konzentrierte sich dabei weiterhin auf den Regierungsbezirk Arnsberg: 60,9 Prozent des alkoholhaltigen Bieres und 89,3 Prozent des alkoholfreien Bieres und der alkoholfreien Biermischgetränke wurden in Betrieben dieser Region gebraut.











