Bonjour Lüdenscheid hieß es am Donnerstag, 19. März 2026, für die französischen Austauschschüler aus Saint-Quentin, die im Rahmen eines Empfangs im Rathaus von Bürgermeister Sebastian Wagemeyer in der Bergstadt willkommen geheißen wurden.
Schüler der Klassen acht bis EF der beiden Staberger Gymnasien können sich für den jeweils einwöchigen Austausch nach Frankreich bewerben.
In diesem Jahr wurden jeweils 19 Schüler auf beiden Seiten für den Austausch ausgewählt. Einige sind davon schon zum zweiten Mal dabei. Die Schülerinnen Jonna und Valentine sind bereits ein drittes Mal Teil der Gruppe.
Langjährige Kooperation
Die Schulpartnerschaft zwischen dem Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) und dem Zeppelin-Gymnasium mit dem „Collège et Lycée Henri Martin Saint-Quentin“ besteht allerdings schon seit 1979.
Durch den damaligen Scholl-Lehrer Günther Nyenhuis kam das ganze Projekt ins Rollen, sodass es nicht nur 2019 sein 40. Jubiläum feiern konnte, sondern teilweise auch schon Schüler teilnehmen, deren Eltern bereits bei den ersten Austauschen dabei waren.
2024 gab es dann nach der Coronapause den „Neustart
Austauschprogramm
Die Austausche finden zeitlich nahtlos hintereinander statt. Von St. Quentin geht es für die Schüler im Anschluss direkt mit ihren Austauschpartnern gemeinsam zurück nach Lüdenscheid.
In Frankreich bekommen die Schüler einen Einblick in den französischen Schulalltag und Unterricht sowie in die Stadt selber. Es folgten eine kleine Stadtführung und eine Stadtrallye durch St. Quentin sowie ebenfalls ein Empfang beim Bürgermeister im städtischen Rathaus.
Außerschulische Aktivitäten wie Bowling, Bogenschießen oder ein Besuch im Roubaix-Museum für Industrie und Kunst stehen ebenfalls auf dem Programm. Den Rest ihrer freien Zeit verbringen die Schüler ganz individuell mit ihren Gastfamilien.
Auch in Deutschland heißt es für die Franzosen: Ab in die Schule. Sie dürfen ebenfalls am Unterricht teilnehmen, machen eine Stadtrallye oder besuchen besondere Orte hier in Lüdenscheid. Auf dem Plan steht da das gemeinsame Lasertagspielen, ein Besuch in der Phänomenta und ein Ausflug nach Bonn in das Haus der Geschichte.
Das Wochenende wird auch hier in der jeweiligen Gastfamilie frei gestaltet.
Ein gemeinsames Projekt in beiden Städten wird ein Video oder ein Podcast zu den kulturellen Unterschieden („Lumière-caméra-toleranz) sein.
Empfang im Rathaus
Bürgermeister Sebastian Wagemeyer begrüßte in seinem Grußwort neben den Schülern auch die Lehrkräfte Yvonne Pecheux, Jean-Christoph Tölg, Agathe Skodra, Pamela Klingbeil und Zepp-Schulleiter, Rene Jaques sowie Vertreter des Rates Oliver Fröhling und zwei Kollegen der Verwaltung.
Er ließ sich von den Schülern über ihre bereits gesammelten Erfahrungen im Ausland berichten und kündigte kommende Programmpunkte an. Dabei ermutigt er die Schüler: "Vielleicht fühlt sich manches für euch noch ungewohnt oder fremd an, gerade weil ihr eure Komfortzone verlasst und das nicht immer leicht ist, aber es ist gut, dass ihr euch das getraut habt, und ich freue mich für euch über diese Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln."
"Europa lebt davon, dass Menschen sich begegnen. Ihr baut Brücken, sodass Menschen sich begegnen, und vielleicht nehmt ihr mit, was Europa im Kern ausmacht: Aus Begegnung entsteht Vertrauen und aus Vertrauen entsteht Zukunft", so der Bürgermeister weiter. Er ermutigte die jungen Leute und führte ihnen die positiven Gewinne wie neue Freundschaften, neues Essen und das Kennenlernen neuer Kulturen durch den Austausch vor Augen.
Der Bürgermeister sieht den Schüleraustausch als wichtiges Instrument, und gerade in Zeiten von Kriegen und Krisen, als wichtiger denn je. "Das sind keine Floskeln. Es ist wichtig, dass ihr euch das, was auf der Welt passiert, zu Herzen nehmt", so Wagemeyer
Danksagung der Schüler
Der Appell scheint aber bei den Schülern schon längst angekommen zu sein. Zwei französische Schüler bereiteten nicht nur ein Geschenk, sondern auch eine persönliche Botschaft an den Bürgermeister vor: „Worte können nicht beschreiben, wie dankbar wir für diese Möglichkeit sind, hieß es in der Rede.









