In seinem Grußwort zur Eröffnung bescheinigt Bürgermeister Sebastian Wagemeyer der "Art meets Antique"-Messe eine "Internationale Strahlkraft". Ein Blick auf den Parkplatz vor der historischen Schützenhalle bestätigt seine Aussage: Neben Kennzeichen aus der ganzen Bundesrepublik finden sich am Donnerstagabend, 19. März, auch Fahrzeuge aus den Niederlanden oder Österreich in der Bergstadt.

Die Besitzer der Autos sind derweil in der frisch sanierten historischen Schützenhalle auf der Jagd nach Schnäppchen. "Man kam rein und es war schon extrem gut gefüllt, das ist ein Ausdruck, was das hier für Qualität hat", zeigt sich Wagemeyer begeistert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind bereits bei der Eröffnung mehr Besucher als bei der Auftaktveranstaltung. In Kombination mit der Verlängerung um einen Tag hofft Organisator Detlev Kümmel, die Zahl von rund 3000 Besuchern aus dem vergangenen Jahr zu überbieten, verrät er im Gespräch mit LokalDirekt.

Seltene Kombination in Deutschland

Kümmel ist bekannt als Händler aus der Fernsehshow "Bares für Rares" im ZDF. In Lüdenscheid betreibt er an der Volmestraße seine eigene Galerie. Nun holt er nicht nur die großen Namen des Fernsehens, sondern auch die passende Kundschaft für seine Messe nach Lüdenscheid. Das Erfolgskonzept steckt schon im Namen: Art meets Antique. Neben mehreren Jahrhunderte alten Antiquitäten gibt es in der Schützenhalle auch zeitgenössische Kunst, teils vom Künstler selbst präsentiert. Diese Mischung, so betont Kümmel, gibt es nur selten in Deutschland. Dementsprechend groß ist der Andrang. Nicht nur vom Publikum, sondern auch auf Händlerseite. Kümmel musste auch einige Bewerber ablehnen, die nicht ins Konzept passten.

Geburtstagsgeschenk für Kümmel

"Ich glaube, die Messe ist echt geil geworden", fasst Kümmel in seiner Begrüßungsrede zusammen. Die Freude über die Veranstaltung ist ihm ins Gesicht geschrieben. "Wenn ich heulen könnte würde ich es tun, weil ich glücklich bin, dass es genau so läuft", sagt er. Zu dem Zeitpunkt wusste Kümmel jedoch noch nichts von der größten Überraschung für ihn. Der Galerist hat am Eröffnungstag Geburtstag. Nicht nur das Schützenhallen-Team hat einen Kuchen vorbereitet, auch von "Bares für Rares"-Händlerkollegin Wendela Hortz, die schon bei der ersten Auflage dabei war, gibt es Nussecken für das Geburtstagskind.

Neben dem Kuchen, dem Kümmel mit seinen Gästen teilt, gibt es für das Publikum auch ein breit gefächertes Angebot. Insgesamt 45 Aussteller sind auf der Messe vertreten. "Gebt richtig Kohle aus, sonst kommen die Händler nicht wieder", macht Kümmel Werbung für das Angebot, das von "Antiquitäten vom feinsten" wie historischen Bildern, Möbeln und Dekorationen über Schmuck sämtlicher Preisklassen bis hin zu "zeitgenössischer Kunst", teils vom Roboter zusammengesetzt, reicht.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Zu den Angeboten der Händler reiht sich ein Rahmenprogramm für die Besucher. Neben diversen Expertenvorträgen schätzen Jürgen Löfke und Sigi Beil am Samstag und Sonntag die Raritäten der Messebesucher. Zudem findet am Sonntag um 14 Uhr am Stand der "Biker & Triker Freunde ohne Grenzen" eine Auktion zu Gunsten des Lüdenscheider Hospizes statt. Ein Kunstwerk des "Bares für Rares-Händler Walter Lehnertz, bekannt als "80 Euro Waldi", das bis vor kurzem in der Ausstellung "Kunst und Knöpfe" in den städtischen Galerien Lüdenscheid ausgestellt war, wird versteigert.

Die "Art meets Antique"-Messe hat vom 20. bis 22. März täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets sind zum Preis von 10 Euro direkt in der historischen Schützenhalle an der Reckenstraße erhältlich.