Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg verzeichnet starken Zulauf. Gleichzeitig wächst die Sorge, wo die Probenarbeit künftig stattfinden kann.

Starker Zulauf im Nachwuchsbereich

Zum Orchester gehören derzeit 30 Musiker. Weitere 34 Mitglieder befinden sich in der Ausbildung. „Das reicht vom Kind bis zum Erwachsenen“, berichtet die stellvertretende Zugführerin Kristina Gante-Knall. Sieben Jugendliche rücken nach ihren Angaben gerade ins Orchester auf.

Geprobt wird bislang im Feuerwehrhaus in Holthausen. Das Gebäude soll laut Brandschutzbedarfsplan der Stadt in absehbarer Zeit grundlegend modernisiert werden. Im Musikzug gibt es deshalb die Sorge, dass bei der Planung auch wegen der angespannten Finanzlage der Stadt kein Platz mehr für die Musiker bleiben könnte.

Zugführer Philipp Denter hat deshalb Bürgermeister Ralf Beßler zu einem Probenabend eingeladen. Nach musikalischen Kostproben unter der Leitung von Maximilian May kamen Vorstand und Bürgermeister ins Gespräch. Denter, Gante-Knall und Orchestermitglied David Hietsch schilderten die Lage und signalisierten zugleich die Bereitschaft der Mitglieder, bei der Suche nach neuen Räumen mit anzupacken.

Ein Dirigent steht mit dem Rücken zum Betrachter vor einem Orchester, das verschiedene Blasinstrumente spielt. Im Hintergrund Banner mit der Aufschrift „Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg“.
Das Orchester des Feuerwehr-Musikzugs Plettenberg probt unter der Leitung von Maximilian May.
Foto: Schlütter

Stadt und Musikzug suchen Lösungen

„Damit wir in Zukunft nicht sprichwörtlich auf der Straße sitzen, bedarf es frühzeitiger Gespräche und frischer Ideen“, sagt Denter. Beßler zeigte Verständnis und verwies auf mögliche nächste Schritte. „Wir sollten Ideen sammeln, vielleicht über die Gründung eines Fördervereins nachdenken“, betont der Bürgermeister. Außerdem nennt er den geplanten Spendenlauf an der Christuskirche und die Spenden-Gala am 21. November. „Damit möchte ich Geld generieren, das Vereinen und Gruppen in der Stadt zugutekommen soll“, sagt Beßler.