In einem Schreiben an alle Fraktionsvorsitzenden und Einzelratsmitglieder schlagen Josef Filippek und Otto Ersching einen entsprechenden Antrag aller Fraktionen für die Ratssitzung am 6. Mai vor und bitten um Unterstützung.
„Der Eintritt an beiden Tagen beträgt 89,50 Euro, die Einzelkarte kostet 34,50 Euro“, heißt es in dem Schreiben. Das angebotene Programm rechtfertige sicherlich diese Ticketpreise. Weiter schreiben sie: „Leider können aber viele Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider einen solch hohen Betrag nicht aufbringen und sind von daher von der Teilnahme an diesem Festival ausgeschlossen.“
Nach dem letzten vorgelegten Demografiebericht, argumentieren Filippek und Ersching, lebe jeder zehnte Bürger in einer Bedarfsgemeinschaft, bei den unter 18jährigen sogar jeder fünfte. Etwa 7000 Menschen in Lüdenscheid erhielten danach Leistungen nach dem SGB II.
Erwerbslose Menschen, Menschen im SGB II- und SGB XII-Bezug, sowie Menschen, die Wohngeld beziehen, gehörten unter anderem zu diesem Personenkreis. Aber auch Flüchtlinge, ob aus Syrien, Afghanistan, Türkei, Russland, Ukraine und anderen Ländern seien dazuzuzählen.
„Wir schlagen vor, dass wir uns dafür einsetzen, dass durch die Einführung eines Soli-Preises auch Interessierten aus diesem Personenkreis die Möglichkeit eröffnet wird, an diesem Festival teilzunehmen. Wir könnten uns einen Preis von je zehn Euro pro Veranstaltungstag gut vorstellen.“
Zusätzliche Kosten, schreiben Filippek und Ersching, entstünden dadurch nicht, weil zusätzliche Besuchergruppen erschlossen würden. „Vielmehr werden zusätzliche Einnahmen realisiert.“











