Viele Straßen im Kreis sind marode, daher sind aktuell im gesamten Kreisgebiet sieben größere Sanierungsmaßnahmen geplant. Die Kosten für diese Maßnahmen bewegen sich dabei im gleichen Rahmen wie die Straßenbaukosten der Vorjahre. Auch die Sperrung der A-45-Rahmedetalbrücke hat sich, so Alexander Bange, Pressesprecher des Märkischen Kreises, bislang weitestgehend nicht auf die Höhe der eingeplanten Mittel ausgewirkt.

Überregionale Nachrichten

Aktuelle Informationen zu Baumaßnahmen an Kreisstraßen

Carsten Glänzel, der für die Kreisstraßen zuständig ist, gab den Mitgliedern des Bau- und Straßenausschusses einen Überblick über den aktuellen Stand. Alle Maßnahmen – bis auf eine Ausnahme – werden mit etwa 70 Prozent gefördert. Im Fokus des Berichts von Carsten Glänzel standen der Zustand der Kreisstraßen sowie geplante Sanierungsmaßnahmen. Ein Überblick zeigt, welche Streckenabschnitte betroffen sind:

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 12 in Balve-Mellen

Die Sanierungsmaßnahme befindet sich aktuell im dritten Bauabschnitt – vom Ortsausgang in Richtung Balve bis zur Kreuzung K12 / K34. Dabei werden unter anderem Kanalbauarbeiten für den Ruhrverband sowie Arbeiten für den Energieversorger Westnetz durchgeführt. Parallel dazu sind Straßenbauarbeiten gestartet. In diesem Teilabschnitt werden auch der Asphalt und punktuell die Bordsteine erneuert. Mit der Fertigstellung wird im April gerechnet, berichtete Carsten Glänzel. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 700.000 Euro.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 16 in Iserlohn-Sümmern

Die Sanierung der K16 zwischen Iserlohn-Sümmern und Menden-Halingen ist nahezu abgeschlossen. Auch der Neubau des parallel geführten Radwegs entlang der Rittershausstraße ist fast fertig. Die Fahrbahnoberfläche wurde auf einer Länge von etwa 1,3 Kilometern saniert und verbreitert. Dazu frästen die Bauarbeiter das Asphaltpaket etwa sechs Zentimeter ab. Anschließend verbreiterten sie die Fahrbahn auf 4,40 Meter. Die Bankettbereiche stellten sie neu her. Parallel zur Fahrbahn entstand ein neuer, beleuchteter Radweg mit einer Länge von rund 900 Metern. Die Restarbeiten sind im Gange. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung und den Bau des Radweges belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Das Land NRW fördert das Projekt mit 75 Prozent.

Neubau eines Regenwasserkanals an der Kreisstraße 3 in Halver-Hohenplanken

An der K3 in Halver-Hohenplanken begannen die Arbeiten zum Neubau eines Regenwasserkanals. Der Neubau des Regenwasserkanals und die anschließende Wiederherstellung der Fahrbahnoberfläche in Halver-Hohenplanken erfordern ab dem Knotenpunkt der Kreisstraße 13 / Kreisstraße 3 in Fahrtrichtung Halver-Schwenke eine Vollsperrung. Nach Ostern soll die Straße wieder freigegeben werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 700.000 Euro. Diese Maßnahme wird nicht vom Land gefördert.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 2 in der Ortsdurchfahrt Kierspe

In Kierspe ist in diesem Jahr die Fahrbahnsanierung der K2 auf einer Länge von rund 700 Metern geplant. Die zu erwartenden Kosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro, berichtete Glänzel. Die Arbeiten sind für den Zeitraum Juni bis September geplant.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 4 bei Meinerzhagen-Möllsiepen

Im Juni soll die Sanierung der K4 bei Meinerzhagen-Möllsiepen auf einer Länge von rund 700 Metern starten. Im selben Zuge bauen die Verantwortlichen eine Bushaltestelle barrierefrei aus. Die Kosten liegen bei rund einer Million Euro. Mit der Fertigstellung wird für Oktober dieses Jahres gerechnet.

Grundhafte Erneuerung der Kreisstraße 4 bei Meinerzhagen-Breddershaus

Die K4 zwischen Meinerzhagen-Breddershaus und der Einmündung Meinerzhagen-Elminghausen wird voraussichtlich im Zeitraum Juni bis Oktober grundhaft erneuert. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 380 Metern und umfasst unter anderem die Sanierung der Fahrbahn. Im Rahmen der Bauarbeiten stabilisieren die Bauarbeiter die talseitige Böschung und verbreitern die Fahrbahn im Kurvenbereich. Die prognostizierten Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 900.000 Euro.

Neubau einer Stützwand an der Kreisstraße 32 in Hemer

Im Stephanopeler Tal in Hemer beginnt voraussichtlich im Juni der Neubau einer Stützwand einschließlich eines Brückenbauwerks an der Kreisstraße 32. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 180 Metern und ist ein zentraler Bestandteil des Wiederaufbauprogramms nach dem Hochwasser im Juli 2021. Kosten: etwa drei Millionen Euro. Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von Juni bis November 2026 geplant.

Verkehrssicherheit soll gewährleistet werden

Alexander Bange, Pressesprecher des Märkischen Kreises, erläuterte auf Nachfrage von LokalDirekt, dass die Auswahl und Priorisierung der zu sanierenden Kreisstraßen nach einem strukturierten Verfahren erfolgt. "Grundlage ist eine turnusmäßige Zustandserfassung, die alle vier Jahre für das gesamte Kreisstraßennetz im Märkischen Kreis durchgeführt wird. In diese Bewertung fließen unter anderem Kriterien wie der Zustand der Fahrbahnoberfläche, Schlaglöcher, die Griffigkeit sowie mögliche Spurrinnen ein. Auf Basis dieser Daten werden die Straßen nach Dringlichkeit priorisiert. Daraus ergibt sich ein Maßnahmenplan, der festlegt, wann welche Strecke saniert wird. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit auf den Kreisstraßen langfristig zu gewährleisten."