Besonders heikel: Der Gefahrgutlaster hatte verdichteten Wasserstoff geladen. Der Laster wurde bei dem Zusammenstoß am Heck erheblich beschädigt, doch die durchaus explosive Ladung blieb glücklicherweise dicht. Das Fahrzeug des Unfallverursachers hat es allerdings schlimmer erwischt: Der VW Amarok erlitt einen Frontschaden. Daher wurde zunächst auch befürchtet, es könnten in dem Wagen Personen eingeklemmt sein. Doch das bewahrheitete sich nicht. Im Gegenteil: Sowohl der 43-jährige Unfallverursacher aus Lüdenscheid als auch der 54 Jahre alte Lkw-Fahrer blieben gänzlich unverletzt.

So konnte die Feuerwehr kurz vor Mitternacht endgültig wieder abrücken und die Vollsperrung aufgehoben werden. Der VW musste abgeschleppt werden. Der aus Kamen stammende Trucker wurde von der Polizei noch auf den nächsten Rastplatz begleitet. Der Gefahrgutransporter konnte zwar noch aus eigener Kraft fahren, doch die komplette Beleuchtung am Heck war zerstört. Eine Weiterfahrt – besonders im Dunkeln – war nicht zu verantworten.
Gegen 1 Uhr wurde die A45 in Fahrtrichtung Dortmund komplett wieder freigegeben. Zuvor musste der Fahrer des Abschleppers die Fahrbahn noch von den Trümmerteilen befreien. Den linken Fahrstreifen hatte die Feuerwehr bereits gereinigt. Doch es blieben noch mehr als hundert Quadratmeter Fläche übrig. Immerhin: Einen erheblichen Rückstau gab es nicht, da die Unfallstelle auf der Talbrücke Bremecke lediglich rund 500 Meter von der Anschlussstelle Lüdenscheid-Süd in Richtung Dortmund entfernt war. So konnte der Verkehr kurz vorher abgeleitet werden. Bei der nächsten Abfahrt wäre ohnehin Schluss gewesen.









