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Wolfgang Vöpel ist mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Ralf Schwarzkopf überreichte ihm die Auszeichnung am Donnerstag im Bürgersaal des Herscheider Rathauses im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Gewürdigt wird Vöpels jahrzehntelanges Engagement in Kommunalpolitik, Sport, Dorfleben, Nahversorgung und Seniorenarbeit.

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Bürgermeister Uwe Schmalenbach würdigte Vöpels Einsatz für die Gemeinde und insbesondere für Hüinghausen. „Diese Ehrung wird nicht für ein Projekt, sondern für ein Lebenswerk verliehen“, sagte Schmalenbach. Wolfgang Vöpel habe Hüinghausen und Herscheid durch sein jahrzehntelanges Wirken geprägt. Dabei dränge er sich nie in den Mittelpunkt. „Auf dich ist Verlass“, sagte der Bürgermeister.

Landrat Ralf Schwarzkopf zeichnete die verschiedenen Stationen dieses Engagements nach. Vöpel ist seit 1972 Mitglied der SPD und gehört seit 1989 dem Rat der Gemeinde Herscheid an. Von 1994 bis 1999 war er ehrenamtlicher Bürgermeister, anschließend bis 2014 Zweiter stellvertretender Bürgermeister. Seit 2014 ist er Erster stellvertretender Bürgermeister.

Auch außerhalb der Kommunalpolitik übernimmt Vöpel seit Jahrzehnten Verantwortung. Seit 1985 steht er dem Turnverein Herscheid-Hüinghausen als Vorsitzender vor. Weitere Funktionen übernimmt er beim Trägerverein Mehrzweckhalle Hüinghausen, beim Dorfladen Hüinghausen und beim Förderkreis für das Seniorenzentrum Herscheid. Bereits 2000 und 2004 erhielt er die silberne beziehungsweise goldene Ehrenplakette der Gemeinde Herscheid.

„Seit mehr als 40 Jahren verkörpern Sie das, was unsere Gesellschaft braucht, und das mit Herz, Tatkraft und Verstand“, sagte Schwarzkopf. Vöpels Motto laute: „Wir müssen das, was wir tun, gemeinsam machen.“ Eine demokratische und lebendige Gesellschaft sei auf Menschen angewiesen, die dauerhaft Verantwortung übernehmen. Wolfgang Vöpel sei dafür ein herausragendes Beispiel und habe die Auszeichnung verdient.

Wolfgang Vöpel erhält das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland in einer blauen Schatulle.
Landrat Ralf Schwarzkopf (links) und Bürgermeister Uwe Schmalenbach gratulierten Wolfgang Vöpel zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz.
Foto: Schlütter

„Alleine schafft man das alles nicht“

„Ich nehme diese Ehrung in Demut entgegen“, sagte Vöpel. Zugleich stellte er heraus, dass sein Engagement ohne die Unterstützung anderer nicht möglich gewesen wäre: „Sie gilt auch allen, die mitgemacht haben, denn alleine schafft man das alles nicht.“ Besonders dankte er seiner Ehefrau Ulrike für ihre Unterstützung und seiner Tochter Katharina, die zu oft auf ihn habe verzichten müssen.

Ans Aufhören denkt Vöpel offenbar nicht. „Es macht Spaß, für die Gemeinschaft tätig zu sein“, sagte er. Mit Blick auf Bürgermeister Schmalenbach kündigte er an: „Ich habe noch weitere Pläne. Beim Sportplatz in Hüinghausen besteht Handlungsbedarf.“

Für seine kommunalpolitische Arbeit hob Vöpel die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg hervor. Trotz unterschiedlicher Standpunkte würden im Rat rund 98 Prozent der Beschlüsse gemeinsam gefasst. Für ihn zeige dies, dass sachliche und konstruktive Politik vor Ort möglich sei.

Warnung vor Ausgrenzung und Nationalismus

Mit Blick auf bevorstehende Wahlen warnte Vöpel vor Ausgrenzung, Nationalismus und einer Einteilung der Menschen in vermeintlich „richtige“ und „falsche“ Deutsche. Solche Entwicklungen erinnerten ihn an Mechanismen der Ausgrenzung während der NS-Zeit. Er rief dazu auf, demokratische Kandidaten zu unterstützen und sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren.

Zum Abschluss hob Vöpel die Bedeutung der Kommunen, Vereine und des Ehrenamts hervor. Die Basis der Demokratie liege vor Ort. Bund und Land müssten Städte und Gemeinden nach seiner Auffassung finanziell besser ausstatten, damit sie ihre Aufgaben erfüllen und das gesellschaftliche Leben weiterhin unterstützen könnten.