Mit dem Lied „Wann wir schreiten Seit an Seit“, ein Lied von 1916 und dem „Bürgerlied“ von 1845 eröffnete der Liedermacher Rüdiger Drallmeyer die Geburtstagsfete des LiZ. Diese und weitere Lieder der Arbeiterbewegung – auch heute noch aktuell – zeugten und zeugen vom Optimus der arbeitenden Menschen auf eine sozialere und gerechtere Gesellschaft. Diese musste hart und bitter erkämpft werden. Die Durchsetzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitsschutzgesetze und eine Rente, die zum Leben reicht, fielen nicht vom Himmel. Aber nichts ist mehr sicher. Arbeitsplatzsicherheit, wie das Beispiel Kostal zeigt, ist nicht mehr gewährleistet. Die Höhe des Bürgergeldes und die Rente wird infrage gestellt. Der Krieg in der Ukraine droht zu einem Flächenbrand zu werden. Rüdiger Drallmeyer gibt mit seinen eigenen Liedern darauf eine Antwort. „So viele Kriege in der Welt“ beklagt er und ruft zur Solidarität mit den Menschen, die auf der Flucht vor den Kriegen in der Welt sind, auf.
Diese angesprochenen Themen standen in den Diskussionen und Aktionen des Linken Zentrum in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt. Bundestagsabgeordnete, Aktivisten aus der Friedens-, Umwelt- und Klimaschutzbewegung waren als Referenten zu Gast. Lesungen verschiedener Autoren und Ausstellungen gehörten ebenfalls dazu. Bilder von Theo Klein, der neben Jupp Filippek zu den Urgesteinen des Zentrums gehört, prägen den Charakter des Zentrums. Gedichte von Klein waren ein weiterer kultureller Beitrag an diesem gut besuchten Abend.
Das Zentrum wird von den Linken geprägt. Aber es ist nie allein Parteizentrum gewesen. Es war vielmehr von Anfang an ein Angebot an alle alternativen, kritischen, demokratischen, antifaschistischen und linken Kräften außerhalb der Partei, die Räumlichkeiten für ihre Arbeit und Veranstaltungen zu nutzen.
Seit vier Jahren ist der „Verein für politische und soziale Kultur – Linkes Zentrum e.V.“ Träger des Zentrums. Gleichzeitig ist das LiZ aber auch Raum für sozial ausgegrenzte und um Hilfe und Unterstützung suchende Menschen. Sozialberatung und Unterstützung von Arbeitslosen und Bürgergeldempfängern, und das monatliche Frühstück, sind von Anfang an ein wichtiges Angebot des Zentrums.
Die Förderung von alternativen kulturellen Aktionen und Veranstaltungen (Musik, Lesungen, Ausstellungen) sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Dieses kulturelle Angebot soll weiter ausgebaut werden. Es besteht das Angebot an junge Newcomer in der Musikszene, das Zentrum als Auftrittsmöglichkeit zu nutzen.
Seit einiger Zeit gibt es den „Buchladen im LiZ“, der Bücher, Zeitungen, Broschüren alternativer Verlage und ein Antiquariat anbietet. Der Träger des LiZ wird in der nächsten Zeit das Angebot an kontroversen politischen Diskussionen weiter ausbauen. Verstärkt sollen aber auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das Angebot auf noch mehr Nutzer zu erweitern. Verstärkt sollen Gruppen junger Menschen angesprochen werden.










