Rund 457.000 Kinder und Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit besuchten im Schuljahr 2025/26 eine allgemeinbildende oder berufliche Schule in Nordrhein-Westfalen. Ihr Anteil an allen Schülern lag bei 18,1 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es noch 8,9 Prozent.
Zahl steigt seit zehn Jahren
Insgesamt besuchten im Schuljahr 2025/26 rund 2,53 Millionen Kinder und Jugendliche die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in NRW. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW mitteilt, stieg die Zahl der Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent. Damit hat sie sich seit dem Schuljahr 2015/16 mehr als verdoppelt.
Syrische und ukrainische Schüler besonders häufig
Die größte Gruppe bildeten Schüler mit syrischer Staatsangehörigkeit. Ihre Zahl lag bei fast 90.000. Es folgten rund 62.000 Schüler aus der Ukraine und 27.000 aus dem Irak. Zusammen stellten diese drei Gruppen knapp 40 Prozent aller Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den ukrainischen Schülern aus: Ihre Zahl nahm gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent zu.
Auch die Zahl der syrischen Schüler stieg in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich. Bei den irakischen Schülern zeigte sich eine ähnliche Entwicklung, zuletzt ging ihre Zahl allerdings leicht zurück. Die Entwicklungen hängen nach Einschätzung des Statistischen Landesamts vor allem mit Fluchtbewegungen infolge von Kriegen, terroristischer Gewalt und politischer Instabilität zusammen.








