Fünf Prozent mehr Entgelt und sichere Arbeitsplätze – das forderten rund 600 Metaller, die am Dienstag, 3. November, lautstark demonstrierten.
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Die Arbeitgeber im Südlichen Märkischen Kreis bezeichnen die Warnstreiks der IG Metall angesichts der vielerorts schwierigen wirtschaftlichen Lage als überzogen.
„Die Beschäftigten erleben in ihren betrieblichen Alltag unmittelbar, wie sehr Auftragseinbußen, Produktionsrückgänge und Marktunsicherheiten die Betriebe unter Druck setzen. Warnstreiks schaffen in dieser Situation keine Perspektiven, sondern erhöhen die Unsicherheit zusätzlich.“, erklärt Christian Lepping, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes (AGV) Lüdenscheid.
Lepping weiter: „Stattdessen brauchen wir jetzt eine tarifpolitische Atempause und wirtschaftlich tragfähige Lösung, um die De-Industrialisierung und den massiven Substanzverlust in unserer Industrie zu stoppen. Das gelingt nur, wenn die heimischen Standorte wieder konkurrenzfähiger werden.“
Der Wettbewerbs- und Kostendruck durch hohe Arbeitskosten, Sozialabgaben, Steuern, Energiepreise und Bürokratie sei erheblich.
Wie angespannt die wirtschaftliche Situation auch vor Ort in der Märkischen Region ist, zeigten die Ergebnisse einer Verbandsumfrage. 69 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als schlecht, lediglich neun Prozent als gut. Rund 57 Prozent rechnen mit einem weiteren Beschäftigungsabbau, nur sechs Prozent erwarten einen Zuwachs.
Zwei Drittel der Betriebe berichten zudem, dass Neuaufträge inzwischen vor allem im Ausland und nicht mehr an heimischen Standorten abgewickelt werden.
„Diese Zahlen sind ein deutliches Warnsignal für unseren Industriestandort, der zunehmend industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze verliert“, stellt Lepping fest. „Die Tarifpolitik muss dieser Entwicklung Rechnung tragen. Mit ihrem Angebot hätten die Arbeitgeber ihre Bereitschaft zu einer schnellen und konstruktiven Lösung der Tarifrunde gezeigt“, unterstreicht der AGV-Geschäftsführer.