Wenn es morgens noch dämmert und abends früh dunkel wird, steigt die Gefahr von Wildunfällen. Im Märkischen Kreis hat die Polizei im Oktober bislang 74 Zusammenstöße mit Wildtieren registriert. Sie appelliert vor allem an Pendler, auf Straßen entlang von Feldern, Wiesen und Wäldern besonders aufmerksam zu fahren.

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Wildtiere können plötzlich auf die Straße laufen

Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend müssen Autofahrer mit Rehen, Wildschweinen und anderen Wildtieren rechnen. Die Polizei empfiehlt, in gefährdeten Bereichen das Tempo zu reduzieren und ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten. So bleibt mehr Zeit, um bei einer Gefahrensituation zu reagieren.

Taucht ein Tier am Straßenrand auf, sollten Autofahrer das Fernlicht abblenden. Das grelle Licht kann Wildtiere blenden und dazu führen, dass sie auf der Fahrbahn stehen bleiben. Zudem gilt: Wo ein Tier die Straße überquert, können weitere folgen.

Ausweichen kann gefährlich werden

Bei einem plötzlich auftauchenden Tier sollten Autofahrer keine riskanten Ausweichmanöver versuchen. Die Gefahr, dabei die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren oder mit dem Gegenverkehr zu kollidieren, kann schwerer wiegen als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

Auch kleine Zusammenstöße der Polizei melden

Kommt es zu einem Wildunfall, sollten Verkehrsteilnehmer die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Diese nimmt den Unfall auf und informiert bei Bedarf den zuständigen Jäger, der sich um das verletzte oder getötete Tier kümmert.

Auch wenn am Fahrzeug kein sichtbarer Schaden entstanden ist und das Tier scheinbar unverletzt davonläuft, sollte die Polizei den Zusammenstoß erfahren. Das Tier kann innere Verletzungen erlitten haben. Der zuständige Jäger kann dann nach ihm suchen und die notwendigen Maßnahmen einleiten.