Die SGSH Dragons verabschieden sich am Samstagabend, 9. Mai, mit einem leidenschaftlichen, temporeichen und in der Deutlichkeit verdienten 34:27 (18:15)‑Heimsieg gegen die Bergischen Panther von ihrem Publikum und der 3. Liga.

Schon der Auftakt in der Sporthalle an der Mühlenstraße war ein Fingerzeig: Die Dragons kamen mit spürbarem Willen aufs Feld, wollten ihren Fans zum Abschluss noch einmal etwas zurückgeben. Die Partie begann flott, beide Teams suchten früh den Weg zum Tor. Bis Mitte der ersten Hälfte war das Spiel ausgeglichen, auch weil beide Torhüter mehrfach glänzten. Luca Jannack parierte nicht nur aus dem Spiel heraus, sondern entschärfte auch einen Siebenmeter der Gäste (9:8, 15.).

Kurz darauf setzten die Dragons das erste kleine Ausrufezeichen, nach einem verwandelten Blaauw-Siebenmeter stand die erste Drei‑Tore‑Führung (11:8, 18.) auf der Anzeigetafel, die Panther nahmen ihre erste Auszeit. Die SGSH blieb am Drücker, erhöhte erneut durch Erik Blaauw auf 16:11 (24.), woraufhin die Gäste direkt die nächste Auszeit zogen. Dass die Panther Rückstände drehen können, hatten sie erst vergangene Woche bei der Sicherung des Klassenerhalts bewiesen – diesmal biss sich der Tabellen-13. an der konzentrierten Dragons‑Deckung die Zähne aus. Zwar verkürzten die Gäste in einer SGSH‑Unterzahl noch einmal auf 16:14 (27.), zur Pause stand es aber völlig verdient 18:15.

Spielfreudige Dragons entlassen zufriedenes Publikum

Nach Wiederbeginn knüpfte Jannack nahtlos an seine starke erste Hälfte an. Zwei frühe Paraden setzten den Ton, die Dragons zogen auf 24:18 davon (39.) und spielten merklich befreit auf. Die Halle honorierte jede gelungene Aktion, die Stimmung wurde immer ausgelassener. Ein 3:0‑Lauf zum 27:20 (Max Jaeger, 44.) zwang die Panther zur nächsten Auszeit – und auch die brachte keine Wende. Gegenteilig war es eine Phase mit etwas Pech im Abschluss, die eine noch deutlichere Führung verhinderte. Die SGSH kontrollierte das Geschehen und ließ die Panther nicht in Schlagdistanz kommen.

In den Ausläufern der an sich relevanzarmen Begegnung zeigte sich die Sauerland-Sieben dann nochmal spielfreudig und entließ das Publikum mit schönen Treffern: Fynn Voss und Christopher Börner trafen in Serie, ehe Börner mit dem 34:27 den Schlusspunkt setzte – stilecht per Kemper. Am Ende steht ein klarer, hochverdienter Heimsieg, wenngleich der Samstagabend nicht als Gradmesser dient. Während die Dragons immer noch den kleinen Funken Resthoffnung auf eine mögliche Nachspielzeit hegen, verkommt der Auftritt der vorab bereits geretteten Panther zur reinen Pflichtveranstaltung, der etwas Wettkampfspannung abhandenkommt. 

Acht Verabschiedungen nach Abpfiff

Zugleich verabschiedeten die Dragons mehrere Akteure, die den Verein im Sommer verlassen werden. Dazu zählen Finn Gernus, Julian Thomas, Hendrik Halfmann, Lukas Austermann, Luis Buschhaus, Alfred Klinkby-Knudsen und Fynn-Luka Voss. Zudem endet auch die Zusammenarbeit mit Trainer Bogdan Criciotoiu.

Match Facts

SGSH Dragons 34:27 HSG Bergische Panther

SGSH Dragons: Gipperich (2), Panisic (3), Pacek (3), Plate (1), Bach, Buschhaus (3), N. Jannack, L. Jannack, Athanassoglou, Blauuw (5/3), Börner (3), Klinkby-Knudsen (1), P. Jaeger, Voss (3), M. Jaeger (7).

Schiedsrichter: Stefan Ahlgrimm, Christopher Backwinkel.
Siebenmeter: SGSH 3/6 (verworfen: Blauuw/2, M. Jaeger/1) -  HSG 2/5 (verworfen: Hermann/1, Flemm/2)
Zeitstrafen: SGSH 3 - HSG 3