Gegen 23 Uhr am Sonntagabend, 14. August, wurde der Notruf gewählt, weil in der Straße „Wiesenfeld“ eine Person aus dem Kofferraum eines Autos gefallen sei und sich dabei erheblich verletzt habe. Als Notarzt, Rettungsdienst und die Polizei am Einsatzort eintrafen, bewahrheitete sich dies nicht nur, sondern wurde noch kruder: Der Verletzte ist nach Angaben der Polizei gemeinsam mit einer großen Lautsprecherbox aus dem getunten Ford Focus gefallen.
Dabei hat der Gestürzte wohl noch Glück gehabt: Er hat lediglich Platzwunden am Kopf erlitten. Angesichts der erheblichen Blutspuren auf der Straße, deutet diese Diagnose auf viel Glück im Unglück hin. Diffus sind allerdings die Umstände. Die Beamten gehen derzeit davon aus, dass sich im Auto drei Personen befunden haben, die nach einer Feier auf dem Heimweg waren. Dabei hat der 29-jährige Fahrer aus Werdohl offenbar zu tief ins Glas geschaut, zumindest hat ein Atemalkoholtest vor Ort entsprechende Werte ergeben.
Ergebnis: Die Weiterfahrt erfolgte nicht mehr im eigenen Auto, sondern im Streifenwagen zur Wache. Der Führerschein wurde sichergestellt. Ob der Fahrer an dem Malheur tatsächlich Schuld trägt, ist derzeit völlig unklar.





Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Mann allerdings auch nicht sturzbetrunken, relativiert Polizeipressesprecherin Wibke Honselmann. Ein weiterer, ebenfalls aus Werdohl stammender Mitfahrer wurde weder verletzt, noch war er anderweitig in das Geschehen involviert.
Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Sicherlich wird er noch befragt werden, warum er sich mit dem sehr großen Lautsprecher plötzlich auf dem Asphalt wiederfand. Möglicherweise ist auch nur eine leichtsinnige Transportaktion schief gelaufen.









