Spenden statt Böllern – das war eine zündende Idee der Turbo-Schnecken. Statt es bei der Silvesterparty krachen zu lassen, wurde Geld für die Lüdenscheider Tafel gesammelt. Mit Erfolg. Es kamen 2500 Euro zusammen.

Am Montag überreichten Vereinsvorsitzende Brigitte Klein, Petra Schaller und Michael Voss von den Turbo-Schnecken den symbolischen Spendenscheck an Hanni Bethke und Anna Maria Hoffmann von der Lüdenscheider Tafel.

„Unsere Silvestergäste waren sehr spendabel“, berichtete Petra Schaller, die beim Schnecken-Fest zum Jahreswechsel die Tische mit einer Spendendose abgeklappert hatte. „Meistens gab es Scheine“. Aufgestockt wurde der Spendenbetrag beim traditionellen Gänsebratenverbrennungs-Indoor-Cycling am zweiten Weihnachtstag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen nicht nur zwischen 400 und 500 Kilokalorien im Schneckenhaus zurück, sondern auch 370 Euro. Darüber hinaus hatte der Verein über eine Mailing-Aktion Mitglieder und Freunde über die Spendenaktion informiert. So konnte auch auf das Spendenkonto der Turbo-Schnecken Geld überwiesen werden.

Das Geld wird dringend benötigt. Ohne zusätzliche Unterstützung kann die Lüdenscheider Tafel ihre Gäste kaum noch mit Lebensmitteln versorgen. „Die Zahl der Bedürftigen steigt“, sagte Hanni Bethke. Außerdem kalkulierten die Lebensmittelmärkte immer schärfer, so dass immer weniger Obst, Gemüse, Brot, Konserven und Co. für die Tafel übrig blieben.

Die Lüdenscheider Tafel gibt montags, mittwochs und freitags ausschließlich Lebensmittel an ihre Gäste aus. Sie dürfen die Tafel im Drei-Wochen-Rhythmus besuchen. Empfangsberechtigt sind Menschen mit Wohnsitz in Lüdenscheid. Sie müssen zudem ihre Bedürftigkeit nachweisen können.