Die Menschen im Märkischen Kreis haben im vergangenen Jahr weniger Müll verursacht. Das geht aus der Siedlungsabfallbilanz für 2025 hervor, die am Dienstag, 19. Mai, von der Kreisverwaltung den Mitgliedern im Ausschuss für Abfallwirtschaft, Umweltschutz und Planung vorgelegt wurde.
Wie Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper bei der Vorstellung der Zahlen mitteilte, fielen im Märkischen Kreis insgesamt 299.291 Tonnen Abfall an. Das waren 17.850 Tonnen weniger als noch ein Jahr zuvor. Ein Grund, so die Kreisdirektorin, sei auch der Rückgang der Bevölkerung: „Wir haben im vergangenen Jahr 1300 Einwohner verloren.“
102.000 Tonnen werden verbrannt
Auch die Mengen beim Grünabfall sowie beim Bauschutt gingen zurück. Gründe könnten das gute Wetter (Dienstel-Kümper: „Darum musste mein Mann den Rasen nicht so oft mähen.“) sowie die schwächelnde Baukonjunktur gewesen sein.
101.969 Tonnen betrug der Anteil des Hausmülls am Abfallaufkommen. Der wird vorwiegend in der Iserlohner Müllverbrennungsanlage verbrannt. Getrennten Wertstoffe fielen in der Größenordnung von 85.799 Tonnen an, Bauschutt war mit 94.317 Tonnen in der Siedlungsabfallbilanz vertreten. Sowohl die Hausmüllmenge als auch die Wertstoffe sowie die Sperrmüllmenge gingen im Jahr 2025 zurück. Auf der Deponie in Lüdenscheid Lösenbach wurden 7864 Tonnen (-7,7Prozent) weniger Bauschutt abgelagert als noch ein Jahr zuvor.
Städte und Gemeinden sammeln ein
In der Sitzungsvorlage machte die Kreisverwaltung noch einmal deutlich, dass der Märkische Kreis zur Erfüllung seiner Aufgaben die Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises (AMK) beauftragt. „Die Sammlung von Hausmüll erfolgt im Auftrag der Städte und Gemeinden beziehungsweise des Zweckverbandes für Abfallbeseitigung (ZfA) durch den Stadtreinigungs- und Transportbetrieb Lüdenscheid (STL) sowie durch die Entsorgungsunternehmen Lobbe und Remondis“, so die Verwaltung.
Verbraucherberatung berichtet
Zum Thema in der Sitzung passte auch der Bericht der Verbraucherberatung, die mindestens einmal jährlich bei der Kreispolitik zu Gast ist. Bernhard Oberle und Fabian Brauckhoff stellten die Aktivitäten vor - unter anderem die Aktionen „Lebensmittel-Wertschätzung“, „Abgestaubt und aufgemöbelt“ (ein Upcycling-Workshop in Schulen), die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ zum nachhaltigen Umgang mit Elektrogeräten, den Marktcheck der MK-Auszubildenden zur Mehrwertpflicht sowie zahlreiche Vorträge zum Thema Abfalltrennen und -vermeiden, zum Umgang mit Plastik sowie dem Verbrauch von Leitungswasser.

Neuer Instagram-Kanal
Vorwiegend Kinder und Jugendliche sind die Zielgruppe der Verbraucherzentrale bei der Umweltbildung MK in Kitas, Schulen und Berufskollegs. Seit zwei Jahren ist die Verbraucherzentrale auch auf dem Social-Media-Kanal Instagram vertreten. „Wir haben damit 24.000 Menschen im vergangenen Jahr erreicht, die unsere Beiträge 86.000mal aufgerufen haben“, berichtete Fabian Brauckhoff.









