An der Breslauer Straße können Kinder jetzt jeden Tag Ritter spielen. Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hat den großen neuen Spielplatz zwischen Breslauer Straße und Hochstraße am Donnerstag, 27. August, offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Das Gelände mit seinen zahlreichen Spielgeräten und einer Ritterburg mit angeschlossener Riesenrutsche bietet dem Lüdenscheider Nachwuchs eine abwechslungsreiche Erlebniswelt, in der Mädchen und Jungen jede Menge Spielmöglichkeiten entdecken können.
„Die Rutsche ist cool“, strahlten am Donnerstag die beiden Mädchen, die mit ihren Großeltern aus Stüttinghausen angereist waren. Auch die Großeltern waren zufrieden mit dem Kurztrip an die Breslauer Straße. Kein Wunder, bietet die neue Erlebniswelt doch so viel mehr als der kleine Spielplatz am Nietenberger Weg in ihrem Stadtteil.
Nach und nach werde die Stadt Lüdenscheid ihre Spielplätze aufwerten, kündigte der Rathauschef an. Dass dabei nicht jeder zu einer außergewöhnlichen Spielewelt werden könne, verstehe sich von selbst. Aber: „Das Spiel- und Bolzplatzkonzept hat uns die Defizite aufgezeigt. Wir werden in den nächsten Jahren daran arbeiten.“
Der neue Ritterspielplatz sei mehr als eine Abenteuerwelt für Kinder. Er verbessere die Lebensqualität im Stadtteil und werde sich mit seinen zahlreichen Sitzgelegenheiten zu einem beliebten Treffpunkt für Alt und Jung entwickeln, hofft der Bürgermeister. Mit dieser Hoffnung verknüpfte er eine Bitte: „Behandelt die Burg wie eure eigene Burg, damit sie möglichst lange gut erhalten bleibt.“
Dann hieß es: „Wasser marsch!“ Wasser plätscherte über die Rinnen und Becken des Wasserspielplatzes und die rund 800.000 Euro teure Anlage war freigegeben.
Vertreter von Politik und Verwaltung hatten ebenso viel Spaß wie die Kinder. Dominik Petereit, Referent des Bürgermeisters, testete die lange Rutsche und war, wie andere Erwachsene auch, sichtlich zufrieden.
Die gesamte Anlage, konzipiert vom Lüdenscheider Landschaftsarchitekten Friedhelm Ebbinghaus und umgesetzt vom Garten- und Landschaftsbauunternehmen Gärtner von Eden Ochsenfarth sowie von der Firma Spielplatzeinrichtungen Kindt GmbH, hat mit dem Spielplatz, der hier früher stand, kaum noch etwas gemeinsam. Wo einst ein in die Jahre gekommener und von Grün überwucherter Platz lag, ist eine fantasievolle Ritterwelt herangewachsen. Alle Elemente sind individuell für den neuen Spielplatz gefertigt.
Auch die Wege wurden dem Ritterthema angepasst: Steinerne Leitlinien führen die Besucher von Station zu Station. Außerdem wurden Kräuter, Obststräucher und Obstbäume gepflanzt. Wer hier künftig spielt, soll nicht nur klettern und rutschen, sondern die Natur erleben können.
Großen Wert legten die Planer außerdem auf die Zugänglichkeit. Über neue Wege gelangen Besucher von mehreren Seiten auf das Gelände. Eine neue Treppenanlage verbindet den Spielplatz mit der Bushaltestelle Grüner Weg an der Hochstraße. Von der Breslauer Straße führt ebenfalls eine Zuwegung direkt auf das Areal. Die Anlage wurde konsequent barrierefrei gestaltet. Menschen mit Behinderungen sollen den Spielplatz genauso nutzen können wie alle anderen Besucher.
Verkehrssicherheit wird noch verbessert
Parallel zur Eröffnung werden auch Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt. Vor den beiden Ein- und Ausgängen des Spielplatzes sind die bestehenden Halteverbote durch Zick-Zack-Markierungen deutlich hervorgehoben und räumlich ausgeweitet worden. Damit soll sichergestellt werden, dass Menschen, die an dieser Stelle die Fahrbahn queren, gutgesehen werden und selbst herannahende Fahrzeuge rechtzeitig erkennen können.










