Das neue Konzept der Brandschutzerziehung feierte laut Feuerwehr Premiere am Samstag, 20. Mai. Der Fachbereich Brandschutzerziehung der Kiersper Feuerwehr unter der Leitung von Mike Söhl hat es demnach für Kinder im Vorschulalter erarbeitet und nun zum ersten Mal umgesetzt.
Kindergarten-Erzieherinnen werden zu Brandschutzerzieherinnen
Allen Kiersper Kindergärten wurde das Konzept vorgestellt und die Erzieherinnen darin geschult, so die Feuerwehr. „Die Kiersper Feuerwehr stellt jedem Kindergarten Material zur Verfügung und die Erzieherinnen führen den theoretischen Teil innerhalb ihrer Einrichtung durch. Anschließend besuchen die Kinder mit ihren Erzieherinnen das Gerätehaus Stadtmitte. Dort gibt es sechs Stationen, die die Kinder in Kleingruppen durchlaufen“, erklärt die Feuerwehr das Vorgehen.
Insgesamt würden so 140 Kinder aus dem Vorschulalter aufgeteilt in zwei Gruppen in Brandschutzerziehung unterrichtet. Unterstützt werden die acht ausgebildeten Brandschutzerzieher von Mitgliedern aus den Zügen der Kiersper Wehr, teilt die Feuerwehr mit.
Die Themen, die behandelt werden sind laut Feuerwehr: „Feuer ist gefährlich ‒ richtiger Umgang mit einem Feuerzeug und Streichhölzer“, „Das Rauchhaus ‒ alles über den gefährlichen Rauch und Rauchmelder“, „Richtiges Verhalten im Brandfall“, „112 ‒ der richtige Umgang mit dem Notruf“, „Der Feuerwehrmann und die persönliche Ausrüstung“ sowie „Das Feuerwehrauto mit den Geräten“.
Kerze ausblasen ‒ aber richtig
In diesen Stationen wird die Theorie aus den Kindergärten weiter vertieft und durch praktische Übungen ergänzt, heißt es in der Mitteilung. „So können die Kinder üben, eine Kerze richtig anzumachen und auch wieder auszublasen und wie man einen Notruf absetzt.
Außerdem wird am Beispiel des Brandhauses erklärt, wie wichtig Rauchmelder sind und wie sich Rauch verhält, wenn es brennt“, benennt die Wehr Eckpunkte des Konzeptes. Und weiter: „In einer weiteren Station üben Kinder, Türen Luftdicht zu verschließen und sich am Fenster bemerkbar zu machen.“

„Alle Stationen werden praktisch und spielerisch durchlaufen. Zum Schluss hieß es noch mal ‚Wasser marsch‘: Wasserspiele auf dem Hof des Gerätehauses. Das Fazit war nach dem ersten Durchlauf dieses neuen Konzept der Brandschutzerziehung in Kierspe positiv. Natürlich gibt es noch hier und da kleine Veränderungen aber die Premiere ist mehr als geglückt. Das zeigte auch die glücklichen Kinderaugen“, bilanziert die Feuerwehr.
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