Das Motto lautete diesmal: „Wilder Westen“. Die Idee dazu hatten die Bewohner selbst, inspiriert auch vom diesjährigen Besuch der Karl-May-Festspiele in Elspe. Und so wurde das Wohnheim für Menschen mit Behinderungen an verschiedenen Stellen auf „Western-Style“ getrimmt: Aus der Anlaufstelle für Durstige und Hungrige wurde ein Saloon.
Mit einer Line-Dance-Gruppe und einer Band, die Country-Musik spielte, wurde den zahlreichen Gästen auch ein passendes Unterhaltungsprogramm geboten. Wie bei den beliebten Sommerfesten in der Einrichtung üblich, haben sich viele Bewohner verkleidet: Mal mit Cowboy-Hut oder Indianer-Feder, in einem Fall sogar „reumütig“ im Sträflingslook.

Am Saloon zeigte sich auch, wie gut besucht das diesjährige Sommerfest war, erklärte der stellvertretende Leiter der Einrichtung Markus Scharenberg: „Am Mittag standen die Gäste in Zweierreihe an der Essenstheke an.“ Scharenberg zeigt sich mit dem Erfolg des diesjährigen Sommerfestes zufrieden: „Schwankungen gibt es da sowieso, und diesmal war ja zeitgleich das Schützenfest in Kierspe. Aber wir sind trotzdem sehr zufrieden.“ Genau wie das Schützenfest profitierte auch der „Wilde Westen“ vom sonnigen, aber nicht zu heißen Wetter.

Für die Bewohner war es eine große Erleichterung, endlich wieder ihr Sommerfest feiern zu können: „Die Menschen bei uns haben ja nicht so viele Möglichkeiten, einfach mal wegzufahren. In der Corona-Zeit haben sie besonders viel entbehren müssen.“ Daher sei die Vorfreude riesig gewesen, und man habe dem Fest engegengefiebert. Zumal dieses recht kurzfristig organisiert worden war, als klar war, dass nach zwei Jahren Zwangspause eine Neuauflage möglich war.
Western-Programm auch für die Kleinsten
Auch diesmal war das Sommerfest für die ganze Familie gedacht, so dass auch kleine und größere Kinder bei verschiedenen Spielangeboten auf ihre Kosten kamen. Auch die hatten einen gewissen Bezug zum Western-Leben: So gab es Steckenpferd-Rennen oder die Chance, sein Geschick beim Werfen von Hufeisen unter Beweis zu stellen. Manche gerieten auch in die „Fänge“ von Zauberkünstler Arnd Clever, der auf der Bühne mit magischen Tricks begeisterte. Auch die Bastelangebote kamen bei den Kleinen gut an.










