A. G. Gorecki arrangiert Zubehör auf der Motorhaube seines Oldtimers: Audi-Ringe, VW-Signets, Mercedes-Sterne und Fensterkurbeln. Auf dem Dach stehen zudem kleine Kunstwerke – Modellautos, natürlich Oldtimer, eingebettet in Landschafts- oder Siedlungsszenen. „Psychologie", sagt er. Wenn etwas auf dem Auto liege oder stehe, kämen die Leute. Und die strömten in Scharen zum Oldtimer-Treff nach Valbert.

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Eingeladen hatte dazu für Sonntag, 17. Mai, der Dorfverein Valbert. Zweimal im Jahr wird der Lidl-Parkplatz zur Ausstellungsfläche für alte Autos und Zweiräder. A. G. Gorecki ist fast immer dabei. „Ich kenne die Veranstaltung gut“, erklärt er. In den vergangenen Jahren sei er regelmäßig vor Ort gewesen und seine Frau teile seine Begeisterung für die Fahrzeuge. „Sonst geht es gar nicht“, sagt Gorecki.

Zwischen den Fahrzeugen flanieren viele Pärchen, die die Begeisterung offenbar teilen. Um neun Uhr, zwei Stunden vor dem offiziellen Start, standen schon die ersten Fahrzeuge auf dem Platz, freut sich Jörg Simon, lange Sprecher des Dorfvereins, über den guten Zuspruch. Besucher kommen aus Wuppertal, Marburg, natürlich auch aus der Nachbarschaft wie Olpe oder Gummersbach. Man sieht alte Bekannte, aber auch neue Teilnehmer.

Lohnende Sache für Akteure

„Den gelben Pontiac habe ich hier noch nie gesehen“, sagt Jörg Simon und behält den Überblick. Das gilt ebenso für einen blauen Flitzer mit der Aufschrift „State Police“. Stark vertreten waren am Sonntag zudem Militärfahrzeuge – mit US-Flaggen an den Antennen, Gewehrhaltern an den Fahrersitzen oder Spaten an den Seitenwänden.

Der Oldtimer-Treff bietet nicht nur viel fürs Auge, sondern auch den Fans historischer Fahrzeuge die Gelegenheit zum Austausch. Die erbetenen Spenden werden von vielen Teilnehmern sogar aufgestockt, weiß Simon. Für den Verein ist die Veranstaltung damit auch finanziell lohnend. Gleiches gilt für die Vereine, die am Rande für Speisen und Getränke sorgen.

Simon blickt zufrieden in die Runde und weist noch schnell einen neuen Gast ein. Für ihn war es der letzte Treff, den er mitorganisiert hat – künftig übernehmen andere diese Aufgabe.