An der Woeste: Am Hinweisschild an der Weststraße in Meinerzhagen wehen die amerikanische Flagge und ein Geburtstagsgruß für Volker. Das Gewerbegebiet wird für drei Tage zur Western-Enklave – statt Mississippi ein kleines Texas mit Blick auf die Kleinstadt an der Volme.

Überregionale Nachrichten

Zum 60. Geburtstag wollte Volker Kroll groß feiern: Im Garten wehen Flaggen mit den Stars and Stripes. Getränke werden in der rustikalen Beaver Lodge serviert. Daneben, über dem Tor zum Garten, hängt der Schädel eines Longhorn-Rindes. Vor dem Sheriff-Office mit Zelle aus schwarzen Eisenstäben und einem dicken Vorhängeschloss hängt Zaumzeug mit Sattel auf einem Balken – Bilder, wie man sie aus alten Filmen mit John Wayne kennt.

Zwei Männer mit Cowboyhüten und Westernkleidung stehen lächelnd vor einer Bar mit Western-Dekoration und amerikanischer Flagge.
Volker Kroll (l.) wollte seinen 60. Geburtstag groß feiern.
Foto: Rüdiger Kahlke / LokalDirekt

Im großen Zelt gibt es Western-Musik – live natürlich. Die Band kommt aus Leverkusen, die illustren Gäste aus vielen Teilen der Republik. Freunde, die mit Felljacken und Sheriff-Sternen oder Staubmänteln und breitkrempigen Stetsons zwischen Zelt, Saloon, Beaver Lodge oder Sheriff-Büro pendeln, sind unter anderem aus Berlin oder Leipzig angereist. Viele kommen im Camper. Der Geburtstag wird so zur Gelegenheit, sich zu treffen und auszutauschen. Für Volker Kroll ist es eine „Interessengemeinschaft“.

Von einer Reise zum Hobby

Volker Kroll hat über Jahre hinweg gemeinsam mit Freunden die Western-Romantik aufgebaut. Die Begeisterung für die Cowboy-Szene wurde zu einem festen Hobby. Auslöser war eine sechsmonatige Wohnmobilreise mit seiner Frau von New York nach San Francisco – 8900 Meilen quer durch den Kontinent. Die Erinnerung daran lebt an der Woeste weiter.