Bei der Firma Karnebogen in Kierspe dreht sich mittlerweile alles um Bohrungen, Bearbeitung und Fertigung. Landrat Ralf Schwarzkopf hat das Familienunternehmen gemeinsam mit Marcel Krings, Prokurist der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS), besucht und vor Ort mit der Geschäftsführung über Entwicklung, Märkte und Perspektiven gesprochen.

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Tiefbohren, Honen und Fräsen

Die Geschwister Mark Fuchs und Melina Siefer-Fuchs führen das Unternehmen heute in vierter Generation. Nach den Anfängen als Hufschmiede folgten Produkte für den Berg- und Tagebau. In den 1960er-Jahren entwickelte Karnebogen dann eigene Großloch-Bohrkronen, darunter den sogenannten „Karbo-Igel“ und später die „Karbo-Schnellbohrkrone“.

Heute ist das Unternehmen auf Tiefbohren, Honen und Fräsen spezialisiert und fertigt unter anderem Produkte für den Werkzeug- und Maschinenbau, die Luftfahrttechnik und den Motorsport. Auch Teile für die Formel 1 gehören zum Portfolio.

Ein weiteres Geschäftsfeld hat sich zuletzt entwickelt: Karnebogen fertigt Waffenläufe in verschiedenen Fertigungsstufen und verfügt über eine Waffenherstellungsgenehmigung. Zum Einsatz kommt unter anderem das sogenannte „ECM Rifling“. Damit lassen sich Läufe mit unterschiedlichen Innen-Geometrien und Längen fertigen, ohne das Material mechanisch zu beeinflussen.

„Hier gibt es die perfekte Mischung aus Tradition, technischem Knowhow und dem Willen, als Unternehmen immer wieder neue Felder zu erschließen“, sagt Landrat Ralf Schwarzkopf und ergänzt: „Viele Erfolgsmodelle bei uns im Kreis funktionieren genau so: Sie sind fest in der Region verwurzelt, kennen ihr Handwerk und schauen sehr genau darauf, wo sich neue Chancen ergeben.“

Zwei neue Mitarbeiter gesucht

„Wir sind ein kleines Unternehmen, das technisch sehr viel abdecken kann“, berichten Melina Siefer-Fuchs und Mark Fuchs von der Geschäftsleitung. „Unsere Stärke liegt darin, auch bei kleineren Stückzahlen wirtschaftlich und mit hoher Präzision zu fertigen. Dafür braucht es Erfahrung, gute Maschinen und Menschen, die wissen, was sie tun.“ Aktuell beschäftigt Karnebogen elf Mitarbeiter. Zwei weitere Stellen sollen noch hinzukommen. Gesucht werden zum Beispiel Schlosser, Dreher, Fräser sowie Experten im Bereich Maschinenbau.