Neue Leitung, veränderte Öffnungszeiten und die Suche nach Verstärkung: Im Jugendzentrum Kierspe stehen nach den Sommerferien einige Veränderungen an. Ziel ist es, die Angebote langfristig zu sichern und stärker auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen.

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Neue Leitung

Im Jugendzentrum Kierspe beginnt nach den Sommerferien eine neuer Abschnitt. Zum 1. Juli hat Maria Tissen die Leitung der Jugendzentren in Kierspe und Rönsahl übernommen. Sie folgt auf Susanne Sattler, die nach ihrer langjährigen Tätigkeit in den Ruhestand gegangen ist. Tissen ist jedoch keine Neueinsteigerin: Seit 2022 arbeitet sie in der städtischen Jugendarbeit und war bisher vor allem für den Standort Rönsahl zuständig.

Unterstützt wird sie von Christian Schwanke, der bereits seit dem Jahr 2000 im Jugendzentrum Kierspe arbeitet. Weitere Mitarbeiter tragen zur Arbeit in den beiden Jugendzentren bei: Lena Hohage beginnt im August ihr drittes Ausbildungsjahr ihrer praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin, Vanessa Pacht unterstützt seit Sommer 2024 das Jugendzentrum in Rönsahl.

Montag statt Donnerstag

Eine der "auffälligsten" Änderungen betrifft die Öffnungszeiten. Ab September wird der Vorbereitungstag von Montag auf Donnerstag verlegt. Der Donnerstag sei erfahrungsgemäß der Tag mit den wenigsten Besuchern, heißt es aus dem Jugendzentrum. Gleichzeitig hätten Kinder und Jugendliche mehrfach den Wunsch geäußert, auch montags ins Jugendzentrum kommen zu können.

Auch für die Ausbildung von Lena Hohage spielt die Änderung eine Rolle: Ohne die Verlegung hätte die Auszubildende nur an zwei Tagen pro Woche die Möglichkeit, direkt mit den Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Verstärkung gesucht

Neben der neuen Leitung beschäftigt die Jugendzentren vor allem die Frage nach ausreichend Personal. Die Stadt sucht derzeit nach einer dritten hauptamtlichen Vollzeitkraft, die die beiden Jugendzentren unterstützen soll. Einfach ist die Suche allerdings nicht.

„Es ist halt nicht die beliebteste Stelle“, lautet die Einschätzung von Christian Schwanke. Grund dafür seien unter anderem die Arbeitszeiten und die besonderen Anforderungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Wer eine solche Stelle annehme, müsse auch im privaten Umfeld Rückhalt für die Arbeitszeiten haben.

Gesucht wird daher nicht nur nach einer bestimmten Qualifikation, sondern auch nach einer Person, deren Fähigkeiten zum tatsächlichen Einsatzbereich passen. Der Arbeitsort und die Aufgaben sollen möglichst an die jeweiligen Stärken des neuen Mitarbeiters angepasst werden. Die Hoffnung des Teams: Innerhalb von sechs bis sieben Wochen eine geeignete Person zu finden.

Auch beim Bundesfreiwilligendienst soll es weitergehen. Der derzeitige "Bufdi" Corry Niklas Baumhof bleibt noch bis März 2027 im Jugendzentrum. Für danach wird bereits nach einer Nachfolge gesucht. Baumhof ist inzwischen der sechste Bundesfreiwilligendienstleistende im Jugendzentrum.

Für das Team sind Bufdis eine wichtige Unterstützung im Alltag. Sie übernehmen beispielsweise Einkäufe, Botengänge oder andere einfache Aufgaben, die zwar Zeit kosten, aber nicht zwingend von den hauptamtlichen Mitarbeitern erledigt werden müssen. Dadurch bleibt dem pädagogischen Personal mehr Zeit für die eigentliche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.

Angebote sollen flexibel bleiben

Auch in den Ferien ist das Jugendzentrum aktiv. Neben den regulären Angeboten gibt es Aktionen außerhalb der Einrichtungen, beispielsweise im Volme-Freizeitpark oder am Calisthenics-Park in Rönsahl. Immer montags von 15 bis 18.30 Uhr in Rönsahl und donnerstags zur gleichen Zeit im Volme-Freizeitpark steht die "Jugz-Box" für alle Interessierten bereit.

Mit der neuen personellen und organisatorischen Struktur wollen die Jugendzentren in Kierspe und Rönsahl vor allem eines erreichen: weiterhin verlässliche Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche zu bleiben.