Seit 2013 ist der Volmetalradweg in Planung, gebaut sind erst wenige Teilstücke. Das Vorhaben war eines der großen Themen des ersten Regionale-Förderzeitraums "Oben an der Volme". Die CDU Kierspe hat einen umfassenden Fragenkatalog an Bürgermeister Olaf Stelse übermittelt, um die Ursachen für die aktuellen Verzögerungen zu klären.
"Wir Lokalpolitiker werden regelmäßig darauf angesprochen und können Fragen dazu nicht sachlich fundiert beantworten. Daraus resultiert mittlerweile auch ein Vertrauensverlust in kommunale und staatliche Handlungsfähigkeit", so die CDU-Politiker in ihrer Anfrage. Denn aufgrund steigender Kosten im Verkehrsbereich sei die Nutzung mittlerweile nicht mehr nur als reine Freizeitstrecke, sondern, gerade mit steigender Zahl von E-Bikes, auch für den Weg zur Arbeit oder Schule vorstellbar.
Der Bau des Volmetalradweges ist zweigeteilt: Für die Abschnitte direkt an der B54 entlang der Volme ist das Landesbetrieb Straßen.NRW zuständig, für den Bau der Streckenabschnitte, die nicht direkt an der Bundesstraße liegen, die jeweiligen Kommunen. Diese bekommen die Kosten vom Bund erstattet.
Warum sich der Bau des Radweges seit 13 Jahren zieht, weiß zumindest in der Kiersper Kommunalpolitik niemand so genau. Teils wird auf fehlende Kapazitäten bei Straßen.NRW verwiesen, teilweise würden Besitzer nicht die notwendigen Grundstücke verkaufen wollen, heißt es immer wieder in Gesprächen. Um Klarheit in die Sache zu bringen, haben die CDU-Mitglieder mehrere Fragen an den Bürgermeister gestellt.
Fragenkatalog an den Bürgermeister
- Welche genauen Gründe können für die Stagnation aufgeführt werden? Sind es Personen oder Behörden? Bitte unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Bestimmungen genau benennen!
- Wann genau wurde das letzte Mal bei diesen Personen / Behörden vorgesprochen? Wie genau ist die Stadt Kierspe mit diesen Ansprechpartnern verblieben?
- Besteht aktuell eine Perspektive, wann an welcher Stelle weitergearbeitet werden kann?
- Wurde im Rahmen der Gesprächsführung gemeinsam mit den anderen beteiligten Kommunen (Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle) agiert? Falls nicht – ist dies zukünftig geplant?
- Existiert eine interkommunale Arbeitsgruppe ausschließlich für den Volmetal-Radweg und ist sie aktuell aktiv?
- Fast alle politischen Parteien in den Kommunen haben Abgeordnete in den verschiedensten Gremien (Kreistag, Landtag, Bundestag, …). Auch im ZRL hat der Märkische Kreis mit Hubert Sauer und Kai Schmücker (beide CDU), sowie Fabian Ferber (SPD) und dem Landrat Ralf Schwarzkopf starke Vertreter. Wurde schon einmal der Weg über die Einbeziehung dieser Kontakte in Erwägung gezogen?
- Was wünscht sich die Stadt Kierspe von den politischen Vertretern in den verschiedensten Gremien?
- Wie können wir als Multiplikatoren die Sache (endlich wieder) in Gang bringen?
Der ZRL ist der Zweckverbund Mobilität Ruhr-Lippe und Ansprechpartner für den kommunalen Nahverkehr.
Markus Pempe, Ratsmitglied der Stadt Kierspe und Kreistagsabgeordneter für die CDU, betont: "Uns geht es darum, zu helfen. Wir möchten die richtigen Prozesse anstoßen, damit es weitergeht."











