Großes Interesse und klare Botschaften beim Kita-Gipfel der SPD in Hagen-Vorhalle: 80 Eltern, Erzieher, Kita-Leitungen sowie Trägervertreter folgten der Einladung der Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Ina Blumenthal. Gemeinsam mit Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, diskutierten sie intensiv über die geplanten Änderungen am Kinderbildungsgesetz (KiBiz).

Volles Haus im Stadtteilhaus Vorhalle. Das Thema brennt unter den Nägeln. In Hagen und im ganzen Land arbeiten Kitas am Limit. Fehlendes Personal, steigende Belastungen und mangelnde Verlässlichkeit prägen den Alltag. Aktuelle Zahlen unterstreichen die Problematik, unter anderem fehlen in NRW rund 85.000 U3-Betreuungsplätze, und nur ein Bruchteil der Einrichtungen verfügt über die empfohlene Personalausstattung.

Thema Inklusion bislang unzureichend berücksichtigt

Deutliche Kritik gab es an der geplanten KiBiz-Reform der Landesregierung. Insbesondere geplante Änderungen bei Betreuungszeiten, Gruppengrößen und Finanzierung stoßen bei Fachkräften und Eltern auf Ablehnung.

Auch das Thema Inklusion werde bislang unzureichend berücksichtigt. Am Mittwoch hatte die zuständige Ministerin Verena Schäffer noch Änderungen am KiBiz-Entwurf vorgestellt. Klare Worte dazu abends von Dennis Maelzer: „Auch die heute vorgestellten Änderungen bleiben am Ende des Tages nur Stückwerk“.

Ina Blumenthal, eine Frau mit Brille und Blazer, spricht auf einem Gipfel mit einer anderen Frau. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen.
Ina Blumenthal im Gespräch mit Besucherinnen.
Foto: Fabian Strauch

Belastungsgrenze der Kitas längst erreicht

„Die Rückmeldungen aus der Praxis sind eindeutig: So wie geplant, darf die Reform nicht kommen“, betonen Wolfgang Jörg und Ina Blumenthal. „Die Belastungsgrenze in den Kitas ist längst erreicht. Es braucht jetzt verlässliche Finanzierung, mehr Personal und echte Verbesserungen für Kinder und Fachkräfte.“

Die SPD-Landtagsfraktion will die Ergebnisse des Kita-Gipfels in die weiteren Beratungen zur KiBiz-Reform einbringen und sich weiterhin für Verbesserungen in der frühkindlichen Bildung starkmachen.