Immer wieder nutzen Betrüger die Anonymität des Internets, um ihren Opfern Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei gehen sie mit viel kriminellem Geschick vor. Die Volksbank Südwestfalen warnt vor einer dieser Methoden und hat Tipps parat, mit denen sich Internetverkäufer vor diesem Betrug schützen können.

Eine Betrugsmasche erreicht aktuell wieder viele Internetnutzer, die auf Anzeigen- und Online-Marktplätzen Waren anbieten. Die Volksbank warnt vor Kriminellen, die sich als vermeintlich interessierte Käufer ausgeben und vorschlagen, die Bezahlung über eine angeblich sichere Zahlungsfunktion abzuwickeln.

Auch wenn dies anfänglich seriös klingt, sollten Verkäufer an dieser Stelle aufmerksam werden. Denn nach der Zustimmung zur Vorgehensweise erhalten sie häufig eine Nachricht mit einem Link zu einer vermeintlichen Zahlungsseite.

Dort fordern die Betrüger sie auf, persönliche Daten wie Kreditkarteninformationen, Bankdaten oder Zugangsdaten zu Zahlungsdiensten einzugeben. In vielen Fällen behaupten die Täter zusätzlich, aus Sicherheitsgründen seien sogenannte „Testzahlungen“, eine Identitätsprüfung oder die Freigabe von Zahlungen erforderlich.

Bei diesen verlinkten Seiten handelt es sich aber häufig um gefälschte Internetseiten, sogenannte Phishing-Seiten. Geben Verkäufer dort Daten ein, können Betrüger unter Umständen Zugriff auf deren Konto bekommen.

„Gerade weil diese Betrugsmasche auf den ersten Blick seriös wirkt, ist besondere Vorsicht geboten“, erklärt Susanne Weber, Zahlungsverkehrsexpertin der Volksbank in Südwestfalen. „Verbraucher sollten Zahlungsfunktionen grundsätzlich nur direkt über die offiziellen Webseiten oder Apps der jeweiligen Anbieter aufrufen und niemals über zugesandte Links.“

Die Volksbank hat einige Tipps parat, wie sich Verbraucher vor dieser Art des Internet-Betruges schützen können:

• Verbraucher sollten möglichst ausschließlich über die jeweilige Plattform kommunizieren und bezahlen.

• Nutzen Sie keine zugesandten Links, QR-Codes oder externen Internetseiten.

• Geben Sie Kreditkarteninformationen, Passwörter, PINs oder TANs niemals an Dritte weiter.

• Tragen Sie sensible Zahlungsdaten nicht auf fremden oder ungeprüften Webseiten ein.

• Für den Empfang von Geld sind keine „Testzahlungen“ oder TAN-Freigaben erforderlich.

• Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Sie zu ungewöhnlichen Sicherheitsprüfungen, Testüberweisungen oder Zahlungsfreigaben aufgefordert werden.

• Öffnen Sie Zahlungsfunktionen immer direkt über die offizielle App oder Webseite der jeweiligen Plattform.

• Seien Sie misstrauisch bei Zeitdruck, komplizierten Zahlungswegen oder ungewöhnlichen Forderungen.

Wichtig ist der Volksbank auch, dass diese Warnung im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis weitergegeben wird. Besonders Menschen, die Online-Marktplätze nur gelegentlich nutzen, können auf diese Weise für die Betrugsmasche sensibilisiert und vor finanziellem Schaden geschützt werden. Bei Verdacht auf Betrug sollten Betroffene umgehend ihre Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.