Ein Multifunktionsbeachplatz für Kierspe fordert die UWG Kierspe und hat diesbezüglich einen Antrag in den Rat der Stadt Kierspe für die Sitzung am Dienstag, 19. September, eingebracht. „Wir wünschen uns für Kierspe einen Sandplatz, der für verschiedene Sportarten genutzt werden kann – egal ob Beachvolleyball, Beachhandball, Beachsoccer, Beachminton und vieles mehr“, sagt Thorben Weber, sachkundiger Bürger der UWG im Ausschuss für Sport und Jugend. Er hat gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen Bärbel Weber, Felix Goseberg und Steffen Wieland die Idee erarbeitet.
Nach Vorstellung der Wählergemeinschaft kommen als ein möglicher Standort für einen solchen Sportplatz die brach liegenden Tennisplätze hinter dem Vereinsheim Kerspe-Knappen in Betracht. „Der Standort hat die perfekte Größe für ein Beachhandballfeld (33×18 m), einen gewissen Abstand zur anliegenden Straße und würde unser Angebot am Sportstützpunkt Felderhof erweitern“, sagt Felix Goseberg. So könnten die brach liegenden Flächen genutzt werden, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Als Zielgruppe für den Platz sehen die Vertreter der UWG, die allesamt selbst sportlich in Kierspe aktiv sind, sowohl die heimischen (Sport-)Vereine, Schulen, aber auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die diese Trendsportarten in ihrer Freizeit spielen.
Um Vandalismus bestenfalls vorzubeugen und die zusätzliche Arbeit der Stadtverwaltung zu begrenzen, sehen die Antragssteller beispielsweise die Möglichkeit einer digitalen Buchung über ein Buchungssystem. So könnten die Nutzer transparent einsehen, wer wann den Platz reserviert hat und digital ein Stundenkontingent buchen. Anschließend erhielten die Nutzer einen QR- Code auf das Handy und können hiermit den Platz betreten.
Um mögliche Pflegekosten der Stadt zu decken, sollten nach Vorschlag der UWG Nutzungsgebühren erhoben werden, die an die Nutzungsgebühren der Sporthalle Felderhof angelehnt und für Privatpersonen sozialverträglich sind.
Kosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro
Nach Recherchen der Unabhängigen Wählergemeinschaft würde sich die Investitionskosten auf rund 30.000 Euro belaufen, zuzüglich etwa 450 Euro pro Monat Unterhaltungskosten (in den bespielbaren Monaten). Als Finanzierung kommt laut UWG zum einen eine LEADER-Förderung in Betracht, bei der 70 Prozent der Investitionskosten gedeckt werden könnten. Eine solche Förderung sei bereits für den Beachvolleyball in der Herpine in Halver genutzt worden. „Der übrige Eigenanteil könnte sowohl durch Sponsorenbannerwerbung, als auch eine digitale Spende oder Crowdfunding mit errichteter Spendentafel gedeckt werden“, heißt es von Seiten der UWG.
„Solch ein Multifunktionsplatz ist einzigartig in der Region“, ergänzt Bärbel Weber, „und kann als zusätzlicher Magnet für unsere tollen Sportplätzen dienen – auch für auswärtige Sportinteressiere“. Weiterhin sehen die politischen Vertreter Potenzial für die heimischen Sportvereine, die ihren Mitgliedern so eine attraktive Zusatzleistung in den Sommermonaten bieten können. Vertreter einiger Sportvereine seien in die Vorberatungen mit eingebunden worden und hätten Anregungen zum Konzept gegeben. Beispielsweise die Handball- und Volleyballabteilung des TSV Kierspe habe sich beteiligt und unterstütze das Konzept. Auch Vertreter der Sportgruppe der Gesamtschule wurden wie die Kerspe-Knappen als Pächter und Anlieger in die Beratungen eingebunden.
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Laut Verwaltungsvorlage für die kommende Ratssitzung wird vorgeschlagen, den Antrag an die Verwaltung zu verweisen, die das Konzept prüft und dem Ausschuss für Sport und Jugend vorstellt.
„Wir würden uns freuen, wenn der Platz realisiert wird und so neben unserem bisherigen Sportplatzangebot ein zusätzliches Highlight für Kierspe geschaffen wird“, sagt Thorben Weber abschließend.










