Englischunterricht einmal anders: An der Primusschule Schalksmühle haben die Schüler des siebten Jahrgangs an einer besonderen Projektwoche teilgenommen. Statt Vokabeltests und Grammatik standen Theater, Musik und Kreativität auf dem Stundenplan – und das ausschließlich auf Englisch.
Seit Montag, 15. Juni, arbeiteten die Jugendlichen in kleinen Gruppen an eigenen Theaterstücken und Musicals. Unterstützt wurden sie dabei von drei englischsprachigen Projektleitern der Berliner Organisation Interact. Die sogenannten Native Speaker kommen ursprünglich aus Australien, Russland und den USA und begleiteten die Schüler bei der Entwicklung ihrer Projekte.
Die Jugendlichen erarbeiteten ihre Stücke dabei weitgehend selbstständig. Von der ersten Idee über die Handlung bis hin zu Musik und Dialogen entstand alles in den Gruppen. Zunächst wurden verschiedene Geschichten entwickelt, anschließend entschieden sich die Teilnehmer jeweils für ihre Favoriten und arbeiteten diese weiter aus.
Eine Gruppe entwickelte ein Musical mit Klavierbegleitung und Rap-Elementen, andere beschäftigten sich mit klassischen Theaterstücken oder Märchen. Dabei standen nicht nur die Sprachkenntnisse im Vordergrund. Auch Kreativität, Teamarbeit und selbstständiges Arbeiten spielten eine wichtige Rolle.
Schwerpunkt auf Theater und Bühnenarbeit
Nach Angaben von Lehrerin Islim Erdal wurde die Projektwoche in diesem Jahr erstmals in dieser Form durchgeführt. Während Englischprojekte bereits seit Jahren zum Schulalltag gehören, konzentrierte sich das Angebot diesmal ausschließlich auf die Schüler des siebten Jahrgangs und legte den Schwerpunkt auf Theater und Bühnenarbeit.
Hintergrund ist die zunehmende Bedeutung von Fremdsprachenkenntnissen in einer immer stärker digitalisierten Welt. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und internationaler Vernetzung bleibe Englisch eine wichtige Schlüsselkompetenz. Gleichzeitig sollen die Jugendlichen die Sprache möglichst praxisnah erleben und anwenden, wie Islim Erdal betont.
Die Projektleiter brachten dabei unterschiedliche Erfahrungen mit. Während eine Teilnehmerin aus Australien ursprünglich als Lehrerin gearbeitet hat, kommen die beiden weiteren Betreuer aus den Bereichen Kunst und Medien. Gemeinsam unterstützten sie die Schüler dabei, ihre Ideen zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen.
Abschluss fällt spontan aus
Den Abschluss der Projektwoche sollte ursprünglich eine Aufführung am Freitag, 19. Juni, im Kulturort 8Giebel bilden. Aufgrund der hohen Temperaturen und des hitzebedingten Unterrichtsausfalls musste die Präsentation jedoch kurzfristig abgesagt werden. Nach Angaben der Schule soll sie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.








